Statt auf Ware von der Stange setzt Moog mit VSM als Kompetenzzentrum bei Rollengewinden von vorneherein auf kundenspezifische Lösungen, die auf Engineering-Leistungen fußen und mit kurzen Lieferzeiten, hoher Qualität sowie günstigen Preisen aufwarten. Dazu hat das Unternehmen einen eigenen Fertigungsbereich in Bergamo aufgebaut und betreibt dort Gewindeschleifmaschinen zur Herstellung von Spindeln der Genauigkeitsklasse 1 nach ISO 3408–3 sowie Prozesstechnik zur Oberflächenvergütung und eine entsprechende Feinstbearbeitung. Ein eigener Lebensdauer-Teststand sowie Prüfstände für alle relevanten Eigenschaften jeder gefertigten Spindel runden die Fertigung ab.

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Lieferbar sind Spindeldurchmesser von 15 bis 100 Millimeter bei Längen bis zu 4.000 Millimetern und mehr, die Steigungen liegen zwischen 2 und 42 Millimeter abhängig vom Spindeldurchmesser, Tragzahlen reichen bis zu 1.250 Kilonewton dynamisch oder 3.500 Kilonewton statisch. Beschleunigungen sind bis 40 m/s2 möglich.

Kundenspezifische Muttern und Spindelenden, unterschiedliche Materialien und Oberflächenbehandlungen sowie die Konformität zu unterschiedlichsten Normen und Anforderungen ergänzen die Produktbasis.

Als ein konkretes Produkt zeigt Moog jetzt den neuen MGI633I mit invertiertem Planetenrollengewindetrieb und damit verbunden einer sehr hohen dynamischen Tragzahl. Sein spezieller Hohlwellenrotor ist direkt mit einem langen Innengewinde ausgestattet, in das der Rollengewindetrieb eingreift.

Hartgesotten und sicher

Wesentlicher Aspekt bei der Ausführung ist die glatte zum Motor hin abgedichtete Schubstange, die ähnlich der Kolbenstange eines Hydraulikzylinders gestaltet ist und das System prädestiniert für raue, schmutzige und gefährliche Einsatzbedingungen. Weitere aufwendige Schutzmaßnahmen sind nicht notwendig.

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Der Antrieb selbst basiert auf einem bewährten Servoaktuator, der bei einer Masse von rund 16 Kilogramm eine Spitzenkraft von 40 Kilonewton liefert. Damit ist er deutlich leichter als andere am Markt angebotene Aktuatoren und bietet Vorteile vor allem bei robotergestützten Anwendungen. Bei hoher Kraftdichte hat der MGI einen geringen Energieverbrauch und reduziert über das niedrige Eigengewicht gleichzeitig den Verbrauch der Peripherie – ein aktiver Beitrag zum Ressourcenschutz und zur Verringerung des CO2-Fußabdrucks.

Hintergrund

Im Gegensatz zu den Anbietern von Standard-Lineartechnik setzt Moog mit VSM als Kompetenzzentrum darauf, kundenspezifische Lösungen anzubieten, die auf Engineering-Leistungen fußen. In dieser Form ist eine Anpassung möglich, die alle Kundenanforderungen erfüllt und dennoch kurze Lieferfristen aufweist.

Im Zusammenspiel mit den ergänzenden, hochqualitativen Produkten aus dem Moog-Programm wie Servomotoren, Servoantriebe oder auch Antriebsregler lassen sich zukunftsweisende elektromechanische Gesamtlösungen etablieren.

www.moog.com

Durch die elektrisch basierende lineare Bewegung ist gegenüber klassischer Hydraulik eine genauere Positionierung über Absolutwertgeber und Feedbacksysteme samt Integration in die Steuerungs- und Automatisierungssysteme möglich. Darüber hinaus liefert der MGI633I hohe Beschleunigungswerte zum Beispiel für schnelle Arbeitszyklen, bei gleichzeitig geringer Vibration und Geräuschemission.

Laut Hersteller eignet sich die Neuentwicklung speziell für Anwendungen wie Schweißzangen in der Automobilindustrie, Dosiersysteme oder bei schwerer Materialbearbeitung wie Pressen, Stanzen, Fügen, Clinchen sowie in Prüfanwendungen. mk