Kreativität fördern

Konstruktionsmanagement

Entwicklung – Immer komplexer wird die Welt für Entwickler. Es ist nicht einfach, für diese umfassende aber verständliche, produktive und zugleich kreative Konzepte zu entwerfen. NI hat den Schritt gewagt.

30. März 2012

Wer möchte nicht gerne kreativ sein? Oft scheitert dieses Ansinnen aber an Zwängen und Grenzen, produktiv sein heißt die Devise. Ingenieure und Wissenschaftler setzen darum zum Beispiel auf Labview von National Instruments (NI). »Unsere Nutzer favorisieren die Software nicht, weil sie eine schicke grafische Oberfläche hat. Sie haben eine Aufgabe zu bewältigen und mit Labview können sie produktiv und kreativ arbeiten«, sagt Rahman Jamal, Technischer & Marketing Director Europe bei NI.

Kreativität entsteht aber nicht im Vakuum, Entwickler brauchen eine Plattform zum Ideen- und Wissensaustausch. NI hat darum aufbauend auf Labview das Graphical System Design geschaffen. »Dabei geht es um die Abstrahierung von beliebigen Problemen technischer Natur, bei denen die Lösung aus der Symbiose zwischen Hardware und Software besteht«, skizziert Rahman Jamal einige Grundsätze des Konzepts. »Mit dieser methodischen Grundlage lassen sich komplexe Problemstellungen leichter beschreiben und in Lösungen umsetzen.« Vor allem aber dürften die Systemwerkzeuge Erfindungsdrang und Innovationspotenzial nicht behindern. »Der Entwickler soll seiner Kreativität freien Lauf lassen können.«

Sechs reale Bausteine

Das Graphical System Design stellt eine Infrastruktur zur Lösung von Anwendungen rund um die Themen Messen, Testen, Embedded Design und Validierung zur Verfügung. Dabei stützt es sich auf sechs höchst reale Bausteine, nämlich Benutzeroberfläche, I/Os, Datenanalyse, Problembeschreibung, kommerzielle Technologien und Ausführungsplattform. Jeder der Bausteine steht für sich, wie ein Puzzle greifen sie aber auch ineinander, es gibt Austausch und Abhängigkeiten.

»Solche Schnittstellen sind häufig auch Schmerzstellen«, kommentiert Jamal. »Wir haben uns darum gefragt, wie wir Toolketten reibungslos in andere überführen können. Ergebnis ist das Graphical System Design mit den sechs Bausteinen. NI betreibt einen riesigen Aufwand, diese Infrastruktur aufzubauen und auf dem aktuellen Stand zu halten. Dafür setzen wir viel vom F&E-Budget ein.« Dieses beträgt bei NI immerhin 16 Prozent vom Gesamtumsatz, der 2011 weltweit bei einer Milliarde Dollar lag.

Natürlich gewachsen

»Die methodische Grundlage des Graphical System Design ist aus der Praxis entstanden und keine Marketingaktion«, erklärt Rahman Jamal. »Die Ursprünge liegen 25 Jahre zurück, vor allem die Bausteine Benutzeroberfläche, I/Os und Datenanalyse wurzeln in dieser Zeit.« Im Laufe der Zeit sind ergänzende Bausteine dazugekommen, die mittlerweile die gesamte Produktentstehungs- und Wertschöpfungskette abdecken. »In Verbindung mit modularer Hardware ist Labview das Kernstück des Graphical System Design als eine einheitliche und effiziente Plattform für Entwurf, Prototypenerstellung und Serienfertigung«, erklärt Rahman Jamal.

»Mit unserer Jubiläumversion Labview 2011 werden Anwender noch schneller produktiv sein können«, ist sich der Technische Direktor sicher. Zumal sind Anwendungen heute zudem komplexer, die Anforderungen an die Entwicklungs- und Testumgebung deutlich gestiegen. Der Ansatz des Graphical System Design unterstützt darum auch fertigungsbegleitende Tests. Ein Paradebeispiel ist etwa die Produktion von Handys: Ohne begleitende Tests wäre ein Konglomerat an Messgeräten notwendig, mit ihnen übernehmen immer mehr die Software und modulare Hardware das Kommando. Ingenieure und Wissenschaftler, sind auf diese Weise flexibler, Soft- und Hardware arbeiten im Einklang, die Testzeit wird reduziert.

Rahman Jamal: »Durch die universell einzusetzende, benutzerspezifisch anzupassende und rekonfigurierbare Plattform kann der Forscher sehr schnell verschiedene Möglichkeiten untersuchen, er muss ein System nicht stets von Grund auf neu erstellen. So kommt er wesentlich schneller zum Ergebnis.« Ein Beispiel aus der Wissenschaft verdeutlicht die Vorzüge des Graphical System Design: Beim beliebten Studentenwettbewerb »Ecocar« nutzte nur das Team von Virginia Tech als einer von 16 Finalisten das System von NI und belegte den ersten Platz, gegen Gruppen mit mehr Erfahrung und Budget. Dank des Konzepts von NI waren die Studenten in der Lage, Systeme, bei denen sie messen, steuern und regeln mussten, viel schneller zu entwickeln.

In vielen Branchen genutzt

Über viele Disziplinen hinweg bauen Forscher und Wissenschaftler auf Graphical System Design. »Wir schaffen damit einen Ansatz, der Innovationen und Entdeckungen schneller ermöglicht als jede andere Methode«, bekräftigt Jamal. Beispielbranchen aus der Industrie sind Automotive, Halbleiter, Robotik oder Mechatronik. Das NI-System wird aber auch in der Luft- und Raumfahrt, der Biomedizin oder sogar in der Atomforschung eingesetzt.

Die Anwender nutzen Graphical System Design zum Entwickeln, Messen, Testen und Validieren, zur Prüfstandsautomatisierung oder beim Design. »Besondere Stärken entwickelt es bei dringenden Problemen der Menschheit wie Erhöhung der Energieeffizienz, dem Einsatz erneuerbarer Energien und dem Entwurf leistungsfähiger, medizintechnischer Geräte«, sagt Rahman Jamal nicht ohne Stolz.

Auf einen Blick

Über NI

-Mess-, Prüf-, Steuer-, Regel- und Embedded-Anwendungen.

-Intuitive grafische Programmiersoftware und modulare Hardware.

-Ziele: Entwicklung vereinfachen, Produktivität erhöhen und Markteinführung verkürzen.

Erschienen in Ausgabe: 02/2012