Kühlung, aber Presto

ESI Group erwirbt CFD-Software "Presto" von amerikanisch/indischem Unternehmen

20. Mai 2015

Mit "Presto" akquiriert ESI eine CFD-Software für Kühlungssimulation und Designoptimierung in der Elektronikindustrie. Entwickelt wurde Presto von Amoeba Technologies. Dieses Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Austin, Texas, und eine Niederlassung im indischen Puna. Ein Merkmal der Software ist die integrierte "Sensitivity-Analyse". Die soll zeigen, in welchem Umfang sich die Änderung einzelner Parameter bei der Designoptimierung auswirkt. Dafür wird laut Amoeba kaum Rechenzeit benötigt. Amoeba stellte Presto bisher als Cloudservice zur Verfügung, wobei die Software bei den Amazon Web Services gehostet wird. Hierdurch steht praktisch unlimitierte Rechenkapazität zur Verfügung. Mit Dr. Sanjay Mathur und Dr. Prabhu Sathyamurthy, beide erfahrene CFD-Spezialisten, wechseln auch zwei Gründungsmitglieder von Amoeba zu ESI.

ESI will durch den Erwerb von Presto in den interessanten Markt der Kühlungssimulation für die Elektronikindustrie einsteigen. Dabei ist für ESI interessant, dass zu den ersten Presto-Kunden von Amoeba bereits prominente Unternehmen wie Apple, Amazon und Qualcomm gehören. Bei ESI sieht man in Presto eine hochinnovative und vielversprechende Software. Presto eignet sich zum Beispiel für Computer, Mobilgeräte, Autoelektronik, medizinische Geräte und Datenspeicher.

Einer der Hauptvorteile der Software ist die sehr gute Anpassungsfähigkeit, wodurch sich Presto als Cloudservice leicht in verschiedenartige Arbeitsabläufe einbinden lässt. Das soll große parametrische Optimierungsläufe zu einem Bruchteil der bisherigen Zeiten und Kosten ermöglichen. ESI will die Software nun ein sein eigenes Portfolio integrieren und ihre Nutzung auch über den bisherigen Anwendungsschwerpunkt Kühlung hinaus propagieren.