Leicht Stanzautomation steigert Leistung mit Antriebsreglern von Stöber

Leicht Stanzautomation entwickelt, fertigt und vertreibt Anlagen für das Auf- und Abwickeln von Bändern und Drähten. In der neuesten Generation der automatischen Mehrfachwickler verbaut der Hersteller erstmals die Antriebsregler der Baureihe SI6 von Stöber. Damit lässt sich im Vergleich zur Vorgängerversion nicht nur die Performance steigern, sondern durch das Konzept der Anreihtechnik auch äußerst platzsparend konstruieren.

07. August 2019
Leicht Stanzautomation steigert Leistung mit Antriebsreglern von Stöber
Mit der neuen Generation automatischer Mehrfachwickler kann Leicht Stanzautomation im Vergleich zur Vorgängerversion die Performance deutlich steigern. (Bild: Stöber Antriebstechnik GmbH + Co. KG)

»In der Champions-League zu spielen, macht deutlich mehr Spaß als auf dem Bolzplatz«, schmunzelt Jürgen Leicht. Er ist weder Fußballspieler noch Trainer, dafür Geschäftsführer der Leicht Stanzautomation GmbH in Ölbronn-Dürrn, knapp zehn Kilometer von Pforzheim entfernt. Und im Gespräch geht es auch nicht um Ballsport, sondern um die steigenden Anforderungen des Markts – seines Markts. Denn das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt weltweit Bandschweißautomaten sowie die gesamte Bandauf- und -Abwickeltechnik für die Stanz- und Umformtechnik. Zum Kundenkreis zählen namhafte Zulieferer aus der Automobil- und Elektro-Industrie, aus der Luft- und Raumfahrt sowie der Medizintechnik. Aber auch die Möbel-Industrie sowie Hersteller weißer Ware gehören dazu.

»Der Kunde wünscht höchste Produktqualität. Um ganz oben mitspielen zu können«, bleibt er im Bild, »antworten wir mit Lösungen, die wir entsprechend ausmodellieren. Bei der Konstruktion unserer Maschinen achten wir zum Beispiel auf Langlebigkeit und Zuverlässigkeit. Design und Funktionalität haben wir dabei stets im Blick«. Und da Leicht Stanzautomation nicht alles selbst fertigt, legt der Marktführer sehr viel Wert auf ausgewählte Zulieferer, oder besser: auf Partner. Dazu gehört seit vielen Jahren die Stöber Antriebstechnik aus Pforzheim.

Antriebstechnik für höchste Performance

»Von Stöber haben wir in fast allen unseren Anlagen Getriebe, Motoren, Antriebsregler oder vollständige Automatisierungslösungen verbaut«, sagt Leicht. Zum Beispiel in der neuen Generation der automatischen Mehrfachwickler der Baureihe ASW: Hier kommen erstmals die Antriebsregler SI6 zum Einsatz. Das Besondere an der Maschine ist, dass sie automatisch die Spulen wechselt. Dadurch entsteht an der vorgeschalteten Stanzmaschine kein Produktionsstopp. Der Spulenwechsel wird einfach zur nächsten freien Spule vorgenommen, sobald die vorgewählte Stückzahl erreicht ist. »Mit dem Stöber Antriebsregler können wir die Performance im Vergleich zur Vorgängerversion spürbar steigern«, sagt der Geschäftsführer zufrieden.

Damit der Anwender wirtschaftlich arbeiten kann, seien Dynamik und Geschwindigkeit ganz wichtig, sagt er. Je schneller die Prozesse sind, desto produktiver ist die Maschine. Der Faktor Zeit ist für die Kunden entscheidend, um wettbewerbsfähig zu sein. »Wir haben insgesamt sieben Antriebe in der Anlage verbaut«, beschreibt Leicht und zeigt auf ein Kegelradgetriebe, das den Vorschubkopf neigt, ein weiteres platzsparendes Winkelgetriebe übernimmt den präzisen Vorschub des Bandes. Die hochdynamischen Antriebsregler arbeiten auch bei anspruchsvollen Bewegungen unbemerkt und zuverlässig im Hintergrund. Integriert sind die Funktionen STO (Safe Torque Off) und SS1 (Safe Stopp 1). In der Baureihe SI6 sind diese nach EN 13849–1 zertifiziert und lassen sich ohne produktionsunterbrechende Funktionstests nutzen. Das automatische Aufwickeln von Bauteilen nach dem Stanzen erfolgt mit der neuen Maschine in wenigen Minuten, die Spulen werden über koaxiale Servogetriebemotoren angetrieben und der Wechsel von Spule zu Spule beträgt mit einem Planetengetriebe knapp zwei Sekunden.

»Konzipiert ist der nur 45 Millimeter schmale Antriebsregler als Anreihgerät«, sagt Stöber-Außendienstmitarbeiter Markus Stolowski, der Leicht Stanzautomation seit Jahren betreut. »Ein einzelner Antriebsregler SI6 kann bis zu zwei Achsen regeln. Dank des Anreihkonzepts lässt sich die Anzahl der anzusteuernden Achsen frei skalieren«. Die Installation der einzelnen Komponenten erfolgt denkbar einfach. Die patentierten Quick DC-Link-Module ermöglichen das simple Einklicken von Standardkupferschienen zur Energieverteilung sowie die einfache Montage und den Anschluss der Antriebsregler.

Verbunden sind die einzelnen Geräte mit dem zentralen Versorgungsmodul PS6. Damit seien weder dezentrale Einspeiseeinheiten erforderlich noch Absicherungen und Verkabelung für jede Achse, berichtet Stolowski. Der Anwender spart enorm viel Platz im Schaltschrank. Im Klartext: Leicht Stanzautomation kann bei den Kunden auf wenig Stellfläche eine nicht unerhebliche Anzahl an Wickeltechnik ermöglichen. Die neue ASW ist zudem gut zugänglich, und über ein zehn Zoll großes Display kann der Anwender die Anlage komfortabel bedienen.

Auf gute Partnerschaft

»Die Entwicklung der gesamten Maschine fußt auf unserer Erfahrung, die Integration und die Auslegung der Antriebe haben wir in Zusammenarbeit mit Stöber konzipiert«, sagt Jürgen Leicht und nickt dabei Markus Stolowski zu. »Stöber ist von Anfang an dabei und unterstützt uns vom ersten Bleistiftstrich in der Konstruktionsphase bis zur Inbetriebnahme der Maschine«.

Mit der Kooperation sind beide sehr zufrieden. Das sei ein offenes und ehrliches Miteinander. Dies versprühe einen ganz besonderen Geist, sagt Leicht. »Uns verbindet ein ähnlicher Anspruch an Qualität, das Herauskitzeln von Nuancen, um letztendlich ganz oben dabei sein zu können«, ergänzt der Außendienstmitarbeiter.

Dazu kommt der sehr kurze Weg von Tür zu Tür. Das macht es für die Mitarbeiter beider Häuser einfacher, sich schnell gemeinsam an den Tisch zu setzen. »Die technische Beratung, der Support, das ist echte gelebte Partnerschaft«, beschreibt der Geschäftsführer. Das Ziel von Leicht Stanzautomation ist es, die Anzahl der Lieferanten zu reduzieren – mit dem Hintergrund, Kostenpotenzial zu heben und den Aufwand zu reduzieren. Bleiben sollen Partner – wie Stöber.

Wie das alles begann? Jürgen Leicht lächelt. »Das ist zwar kaum zu glauben, aber die Verbindung geht zurück bis zum 1. August 1982«. An diesem Tag begann er eine kaufmännische Ausbildung bei Stöber. Als er sich nach einer weiteren technischen Ausbildung im Jahr 1995 in die Selbstständigkeit wagte, nahm er nicht nur sein Know-how mit, sondern auch den Teamgeist sowie die Art und Weise, wie bei dem Antriebsspezialisten die Menschen zusammenwirken, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Dieser Geist weht bis heute in Ölbronn-Dürrn. »Unsere Partnerschaft ist über die Jahre immer weiter gewachsen«, sagt der Geschäftsführer. Dies ermögliche aber nicht nur einen angenehmen Umgang miteinander, beide Firmen beeinflussen sich auch gegenseitig, so wie bei der Entwicklung des automatisierten Mehrfachwicklers.»Mit Unterstützung von Stöber qualifizieren wir uns auch weiterhin für die Champions-League«, ist Jürgen Leicht überzeugt.

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