Leoni nimmt neues Werk in Betrieb

Erweiterung der Kapazitäten für Elektronenbehandlung

01. April 2009

Leoni nimmt sein neues Werk in Bautzen in Betrieb. An dem sächsischen Standort veredeln künftig rund 30 Mitarbeiter unterschiedliche Materialien wie Kabel, Schläuche und Trinkwasserrohre durch die Behandlung mit Elektronen. Leoni unterstützt mit der Fabrik seine Wachstumspläne in Osteuropa und den neuen Bundesländern. Mit der neuen Produktionsstätte in Bautzen, die eine Fläche von circa 7.500 Quadratmeter hat, erweitert die Leoni-Gruppe ihre Kapazitäten zur so genannten Strahlenvernetzung. Seit Ende Februar ist die erste der beiden jeweils über 5 Meter hohen und 80 Tonnen schweren Anlagen zur Elektronenbeschleunigung in Betrieb, die zweite wird im Sommer 2009 einsatzbereit sein. Dann wird auch die Belegschaft in Bautzen von derzeit 15 auf künftig etwa 30 Personen aufgestockt. Aufträge aus Osteuropa und den neuen Bundesländern sind bereits gesichert, die am bestehenden Standort im schweizerischen Däniken wegen dort voll ausgelasteter Anlagen nicht mehr erledigt werden können. Das neue Werk in Bautzen hat eine Kapazität zur Vernetzung von zum Beispiel 100 Millionen Metern Bodenheizungsrohre pro Jahr. Bessere Materialeigenschaften durch Veränderung der Struktur Bei der Strahlenvernetzung beschleunigen die Leoni-Mitarbeiter Elektronen mittels einer Hochspannung von bis zu 3 Millionen Volt im Hochvakuum annähernd auf Lichtgeschwindigkeit. Damit behandeln sie Gegenstände wie Kunststoffrohre, Folien, Kabel, Leitungen sowie technische Produkte aller Art. Dabei erhalten diese durch die Vernetzung der Polymermoleküle, also der chemischen Struktur, die Eigenschaften von vergleichsweise teureren, meist schwieriger zu verarbeitenden Hochleistungskunststoffen. Das Verfahren macht sie zum Beispiel formstabiler unter Wärmeeinfluss, beständiger gegen Chemikalien, Lösungsmittel oder Temperaturen sowie härter und abriebfester.