Live simulieren

Mit einem neuen Release soll MapleSim die Möglichkeiten zur Vorhersage des Produktverhaltens weiter ausbauen. Eines der auffälligsten Merkmalen ist die "Live-Simulation", bei der Ingenieure der Simulation bei der Arbeit zuschauen können.

01. Februar 2017

Maplesoft hat das Release 2016.2 von MapleSim, einer Software für Modellierung und Analyse auf Systemebene, angekündigt. MapleSim ermöglicht die Simulation des physikalischen Verhaltens von Modellen. Anwender können diese Modelle aus über 700 mitgelieferten Komponenten zusammenstellen und mit Signalflüssen, physischen Umgebungen und Berechnungen anreichern.

Als Verbesserung bietet MapleSim 2016.2 nun Live-Simulationen, bei denen die Ingenieure die Ergebnisse bereits während der laufenden Simulation sehen, sodass sie den Fortschritt verfolgen und unerwartete Ergebnisse sofort untersuchen können. Zu den weiteren Verbesserungen gehören ein neues 3D-Overlay zum Vergleich der Visualisierungen von Simulationen. Das soll es erleichtern, Änderungen im Verhalten des Modells unter verschiedenen Bedingungen zu erkennen. Außerdem gibt es jetzt Werkzeuge zur Versionskontrolle. Das erleichtert die Systemsimulation mit mehreren beteiligten Ingenieuren, wenn externes PLM-System zwischengeschaltet wird.

Ebenfalls verbessert wurde der Datenaustausch mit anderen Entwicklungswerkzeugen. Neben dem Export der Modelle im international anerkannten Format FMI (Functional Mockup-Interface) unterstützt MapleSim nun auch den direkten Import von Modellen aus anderer FMI-kompatibler Software für den Modellaustausch und die gemeinsame Simulation. Dadurch lassen sich auch Modelle von LMS Imagine.Lab Amesim (Siemens PLM), SimulationX (ESI) und Dymola (Dassault Systèmes) verwenden. Auch Co-Simulation mit dynamischen Modellen ist möglich, also die Einbindung von Modellen, die auch in anderen Simulationswerkzeugen parallel genutzt werden.

"Maplesoft arbeitet mit viel Engagement daran, offene Standards zu unterstützen, damit unsere Kunden nicht ständig das Rad neu erfinden müssen, indem sie Modelle oder Bauteilebibliotheken, die bereits für andere Werkzeuge verfügbar sind, nochmals neu erstellen", erklärte hierzu Dr. Laurent Bernardin, Executive Vice-President und wissenschaftlicher Leiter bei Maplesoft.  "Mit der umfassenden Unterstützung des FMI-Standards, der weiterhin auf Modelica aufbaut, können die Ingenieure bei ihrer Arbeit modernste Entwicklungstechnologien nutzen, ohne auf proprietäre Werkzeuge beschränkt zu sein."