Lohnender Austausch

Antriebstechnik

Antriebsphilosophien – Der Betrieb pneumatischer Antriebe verbraucht viel Energie. Ein Wechsel zu elektromechanischen Systemen kann in vielen Fällen helfen, unnötige Kosten zu vermeiden.

06. Juli 2009

Ein zentrales Thema jeder Produktionsplanung ist heute der effiziente Einsatz von Energie. Ein großes Sparpotenzial liegt hier vor allem in der Antriebs- und Automationstechnik, wo in vielen Bereichen noch der wenig effiziente Energieträger Druckluft zum Einsatz kommt. Beispiele finden sich unter anderem in der Medizintechnik, bei mobilen Anwendungen sowie in vielen Bereichen der Industrie, von der Automobilindustrie und deren Zulieferern über die Verpackungs- und Nahrungsmittelbranche bis zur Werkzeug- und Halbleiterindustrie sowie im gesamten Bereich der umformenden Industrie.

Allen Anwendungen gemeinsam ist der hohe Aufwand für die zentrale Drucklufterzeugung und den damit verbundenen Einsatz von Trocknern und Kühlungssystemen für die Luftaufbereitung sowie der hohe Aufwand für die Speicherung und Verteilung. Dazu kommt die unvermeidliche Leckage. Insgesamt erreichen pneumatische Antriebe deshalb einen energetischen Wirkungsgrad von lediglich 15 bis 25 Prozent und verursachen deshalb im Betrieb hohe vermeidbare Kosten. Bei einem angenommen Preis von 6Cent pro Kilowattstunde verursacht zum Beispiel der Betrieb der überwiegend pneumatisch angetriebenen Schweißzangen bei einem mittelgroßen Automobilhersteller mit weltweit etwa 5.000 Schweißzangen im Dauereinsatz jährliche Energiekosten von rund 2,7 Millionen Euro.

Wesentlich höhere Wirkungsgrade lassen sich dagegen mit elektromechanischen Antrieben erreichen: Hier entstehen bei gleicher Anzahl von Schweißzangen jährliche Energiekosten von lediglich 480.000 Euro. Über den gesamten Lebenszyklus von üblicherweise sieben Jahren ergibt sich so für Anschaffung, Betrieb und Wartung eine Kostenersparnis von etwa 12,5 Millionen Euro.

Ein Wechsel der Antriebsphilosophie lohnt sich deshalb in vielen Fällen. Tatkräftige Unterstützung leistet dabei zum Beispiel der internationale Antriebstechnikspezialist Parker Hannifin. Das Unternehmen entwickelt und fertigt an seinen Standorten in Europa und Nordamerika ein umfangreiches Produktprogramm an pneumatisch, hydraulisch und elektromechanisch getriebenen Handhabungskomponenten und Systemen sowie Präzisionsmechaniken. Speziell die elektromechanischen Systeme verbinden hohe Dynamik, Genauigkeit und Flexibilität mit hoher Energieeffizienz.

Nicola Hardege, Parker Hannifin GmbH/bt

Fakten

+ Parker-Hannifin ist ein US-amerikanisches Maschinenbauunternehmen mit Hauptsitz in Cleveland, Ohio.

+ Das Produkt-Portfolio des Unternehmens umfasst pneumatische, hydraulische und elektromechanische Antriebs- und Steuerungslösungen für gewerbliche, mobile und industrielle Anwendungen sowie für den Luft- und Raumfahrtsektor.

Erschienen in Ausgabe: 04/2009