Magnetische Drehgeber

Baumer Hübner kombiniert für anspruchsvolle Applikationen

21. Januar 2009

Messwerterfassung in der Antriebstechnik ist immer größeren Forderungen hinsichtlich Dynamik und Genauigkeit ausgesetzt. Diese beiden – in der Regel widerstreitenden Ansprüche – sind mit konventionellen Drehgebern nur schwer „unter einen Hut“ zu bekommen. Werden die Sensoren zudem unter härtesten Betriebsbedingungen eingesetzt – müssen also auch noch sehr robust sein – sind neue Lösungsansätze gefragt.

Baumer Hübner kombiniert für entsprechend anspruchsvolle Applikationen komplexe Interpolations- und Auswerte-Elektronik mit speziell dafür entwickelten robusten Gebern, die auf Basis eines magnetischen Abtastverfahrens arbeiten. So wird es möglich, Position und Drehzahl sowie weitere Messgrößen (wie beispielsweise die Beschleunigung) synchron zu erfassen, die Messwerte werden dabei hochauflösend und gleichzeitig hochdynamisch zur Verfügung gestellt. Der mit bis zu 800 mm Durchmesser lieferbare Rotor des Gebers kann direkt auf die Antriebswelle aufgeschraubt oder beispielsweise mittels Klemmring oder Spannsatz auf der Welle montiert werden. Geberrotor und zugehöriger Abtastkopf sind axial kurzbauend und lassen sich leicht an bestehende Aufbauten adaptieren. Die Messwerterfassung kann dank der Interpolationselektronik über einen weiten Bereich individuell angepasst werden. Das magnetische Abtastverfahren hat gerade bei sehr großen Hohlwellen gegenüber einer optischen Abtastung entscheidende Vorteile: es erlaubt einen größeren Abstand zwischen Geberrotor und Abtastkopf, wodurch größere radiale Anbautoleranzen zugelassen werden können. Von Vorteil ist weiterhin, dass axiale Toleranzen der Antriebswelle, hervorgerufen etwa durch Wärmedehnung, aufgefangen werden. Weil die Geber ohne eigene Lagerung auskommen und die Elektronik im Abtastkopf komplett vergossen ist, verfügen sie über einen hohen IP-Schutz, sind sehr robust und darüber hinaus verschleißfrei.