Markierung ist mehr als Zierde

Antriebselemente im Einsatz in der Kennzeichnungstechnik

11. November 2009

Ob gleich bleibende Markierungen oder fortlaufende Seriennummern, die Solinger Östling Markiersysteme GmbH hat das passende Verfahren für permanente Produktmarkierungen. Für den richtigen Antrieb in Standardlösungen oder zunehmend kundenspezifischen Sondermaschinen sorgen seit Jahren die Komponenten von Oriental Motor.

Je nach benötigter Kennzeichnung stehen verschiedene permanente Verfahren zur Auswahl. Bei der von Rolf Östling erfundenen elektrolytischen Markierung wird eine Schablone nach einer grafisch gestalteten Vorlage hergestellt. Diese wird dann auf das zu markierende Teil aus leitfähigem Metall platziert, mit einer Elektrolytlösung übergossen und an Strom angeschlossen. Die Markierung entsteht dadurch, dass Kohlenstoffatome aus dem Material hochgezogen werden. Da diese Veränderung nicht auf der Oberfläche, sondern darunter stattfindet, stellt die elektrolytische Markierung ein permanentes und dabei kostengünstiges Verfahren dar. Die Herstellung der Schablone ist jedoch relativ aufwändig und das Verfahren daher für einen häufigen Motivwechsel ungeeignet, weshalb sich für die Aufbringung von Seriennummern oder Ähnlichem das Laserverfahren anbietet. Die Gestaltung der Motive erfolgt ebenso flexibel am Computer. Auf Metallen brennt der Laser die Markierung in die Oberfläche oder in eine Beschichtung ein. In Kunststoffen, denen ein bestimmtes Additiv beigegeben ist, sorgt der Laser für einen Farbumschlag. Da dieser unter der Oberfläche stattfindet, erfährt diese Art der Markierung auf transparenten Teilen im Laborbereich mit häufigen und aggressiven Reinigungsverfahren eine zunehmende Nachfrage.

Das Kennzeichnen per Nadelpräger oder –ritzer ist das Verfahren mit der höchsten Haltbarkeit. Die Markierungen bleiben auch in härtesten Umgebungen erhalten. Im Gegensatz zum Gravieren wird kein Material entnommen, sondern verdichtet. Beim Prägeverfahren oszilliert eine Nadel mit Druckluft auf und ab und stößt so die einzelnen Punkte ins Material. Die Diamantspitze des Ritzers wird angesetzt und dann mit Druck verfahren. Seit 1999 entwickelt Östling eine eigene Steuerung für diese Verfahren.