Maschinen simulieren aus dem Baukasten

MSC Adams/Machinery ermöglicht funktionstüchtige virtuelle Prototypen von Maschinen

18. November 2013

MSC Software hat mit Adams/Machinery 2013.2 eine aktualisierte Software für Modellierung und Simulation im Maschinenbau herausgegeben. Grundlage ist MSC Adams für die Mehrkörpersimulation, das Lasten und Kräfte bei dynamischen Systemen simuliert, um damit in einer frühen Entwicklungsphase Aussagen über das Verhalten der realen Systeme zu treffen. Adams/Machinery ist dafür ausgestattet mit einer großen Bibliothek an Maschinenteilen, wie Ketten, Getriebe, Riemen und Lager.

Im jetzigen Release wurde die Software um mehrere Module ergänzt. Neu ist ein Modul für Elektromotoren. Es lässt sich verwenden für die Auslegung der Motoren und für die Simulation des Systems mit diesen Motoren, um zum Beispiel die Auswirkungen des Motordrehmoments einzuschätzen. Das neue Riemenmodul dient zur Bewertung der Riemen über Spannung und Last, zur Analyse des Riemenschlupfs und für Konformitätsstudien. Eine neue 3D-Methode ermöglicht die Simulation nicht planarer Riemenantriebe wie beispielsweise Versatz oder Schrägstellung der Rollen.

Das Kettenmodul eignet sich für Vibrations- und Lastanalysen, Berechnung der Belastungshistorie von Kettenrädern und zum Vermeiden von Überlastbruch. Nicht planare Kettentriebe lassen sich in gleicher Weise analysieren wie Riementriebe.

Das Getriebemodul dient zur Analyse von Zahnflankenspiel, Kontaktkräften und der mechanischen Verluste durch Getriebereibung. Zusätzlich zu Stirnrad- und Kegelradgetrieben lassen sich jetzt auch Schneckenrad-, Zahnstangen- und Hypoidverzahnungen untersuchen. Das Wälzlagermodul dient zur Untersuchung von Lastszenarien, der Effekte variabler Parameter sowie zum Vorhersagen der Lebensdauer. Schließlich gibt es ein Seilmodul für die Berechnung von Spannungen, Schlupf, Belastungen und Rolleffekten bei Seilen. In diesem gut halbstündigen Video wird die Anwendung vorgestellt.