Materialien im Blickpunkt

Mit dem Release 2016 von MaterialCenter will MSC Software die Abläufe bei der Verwaltung von Materialdaten verbessern. Hauptsächlich wurde die Anbindung an CAE-Tools und die Auswertungsmöglichkeiten aufgewertet.

07. Juli 2016

Bei MSC Software ist das Release 2016 von MaterialCenter verfügbar. Die Software soll in Branchen wie Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt und Materialproduktion der Dreh- und Angelpunkt für Materialdaten sowie materialbezogene Abläufe darstellen. Die Software erfasst automatisch die Werkstoffdaten der jeweiligen Prozesse und macht dadurch die Materialdaten rückverfolgbar. Automationsmechanismen sollen dafür sorgen, dass möglichst wenig Daten manuell erfasst werden müssen. Es bestehen Schnittstellen zur Übergabe von Materialdaten an CAE-Systeme wie Nastran, Marc und Fatigue von MSC Software sowie zu Ansys.

Die Schnittstellen wurden bei der neuen Version so aufgewertet, das sich Materialdaten direkt an MSC Nastran, Marc, an Abaqus von Dassault Systèmes und an Ansys übergeben lassen. Die Anwender können dabei steuern, welche Werkstoffeigenschaften und Werte übertragen werden. Für die Simulationsumgebungen Abaqus und Ansys gibt es neue Plug-ins, über die Anwender CAE-Modelle für Untersuchungen suchen und übernehmen können.

Ingenieure können in der grafischen Auswertung Kurvenpunkte auf Basis von Materialkennwerten oder benutzerdefinierten Gleichungen anlegen. Das soll das Verständnis der Materialeigenschaften sowie der Abhängigkeit von Parametern unterstützen. Ein spezieller Kurvenbetrachter erleichtert die Auswertung der grafischen Ansichten sowie der zugrundeliegenden Werte. Der Export nach Excel erfolgt nun mittels einer Standardvorlage, die kompatibel ist zu allen Materialschemata im System.

Die Software ist nutzbar mit dem neuen Lizenzsystem MSC One. Bei dem wird eine Software durch zuvor gekaufte "Token" zur Benutzung freigeschaltet. Nach der Benutzung wird der Token an den Pool zurückgegeben und kann durch jemand anders benutzt werden. Das System eignet sich zum Beispiel für globale Unternehmen mit mehreren Entwicklungsstandorten, die einen Lizenzbestand gemeinsam nutzen wollen.