Materialise optimiert 3D-Druck-Software Magics

Materialise hat eine neue Version seiner Software Materialise Magics zur Daten- und Druckvorbereitung auf den Markt gebracht.

17. Dezember 2018
Entwickler in der Additiven Fertigung
Materialise bietet eine Reihe von Softwarelösungen für Unternehmen mit unterschiedlichen 3D-Druckanforderungen an. (Bild: Materialise)

Die Magics 23 genannte Lösung, das Herzstück der Materialise Magics 3D Print Suite, steigert nach eigenen Angaben Effizienz und Produktivität im 3D-Druck. Unter anderem hat das Unternehmen die automatische Generierung von Stützstrukturen (Supports) weiter optimiert und Simulationsmöglichkeiten für den 3D-Metalldruck integriert.

Die Verbesserungen bei Materialise Magics 23 ermöglichen es, große Datensätze schneller zu verarbeiten, Zeit bei der Datenaufbereitung zu sparen und den Pulververbrauch zu senken. Anwender können auf einfache Weise selbsttragende Wabenstrukturen erstellen, die Struktur in der Vorschau betrachten und analysieren und die Ausrichtung auf der Bauplattform vollständig kontrollieren. Die Teilequalität wird durch Verrundungen verbessert, die sich gezielt an einer einzigen Kante erzeugen lassen.

Beschriftungsfunktion erweitert

Mit Data Matrix Label bietet Materialise Magics 23 außerdem eine erweiterte Beschriftungsfunktion. Sie wandelt die alphanumerischen Daten von gedruckten 3D-Standardetiketten in einen Datamatrix-Code um, der sich auf einzelne Teile übertragen lässt. Diese Smart Tags sind kleiner und können von herkömmlichen Data-Matrix-Scannern gelesen werden. Maschinenlesbare Tags reduzieren menschliche Fehler und tragen zur Automatisierung des Nachbearbeitungsprozesses bei, was eine serielle Individualisierung unterstützt.

Im Rahmen der neuen Magics-Version wurden auch mehrere zusätzliche Module verbessert. Das Modul Materialise Magics Simulation bringt in Kombination mit Magics 23 High-End-Simulationsmöglichkeiten für den 3D-Druck in die Produktion, ohne dass die Benutzer zu einer separaten spezialisierten Anwendung wechseln müssen, High-End-Rechenleistung oder Expertenwissen benötigen. Indem potenzielle Baufehler angezeigt werden, bevor sie auftreten, reduziert die Simulations-Lösung die Anzahl fehlerhafter Metalldrucke und spart erheblich Zeit und Kosten.

Stützstrukturen automatisch generieren

Verbessert wird mit Magics 23 auch die automatische Erstellung von Stützstrukturen für den Metall-3D-Druck. Durch die Integration einer neuen e-Stage for Metal-Version können Benutzer im SG-Modus basierend auf dem definierten Profil Supports generieren, Punkte einfacher bearbeiten, verschieben oder löschen und sofortiges Feedback zu Support-Leistungen erhalten. Eine automatische Generierung von Stützen verkürzt die Zeit zur Datenaufbereitung um bis zu 90 Prozent und die Support-Entfernung um bis zu 50 Prozent. Zudem benötigen Nutzer nicht mehr langjährige Erfahrung, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Anwender anderer 3D-Drucktechnologien profitieren bei der neuen Magics-Version von einem verbesserten Schneiden von Überlappungsverbindungen, durch die sich Teile nach dem Drucken einfach zusammenfügen lassen.

Individuelle Lösungen für Einsteiger und Experten

Materialise bietet eine Reihe von Softwarelösungen für Unternehmen mit unterschiedlichen 3D-Druckanforderungen an: eine Essentials-Version für Einsteiger, eine Experten-Version für erweiterte Daten- und Druckvorbereitung und ein Enterprise-Angebot, das industriellen Druckerbetreibern hilft, ihren gesamten 3D-Druckprozess zu verwalten. Magics 23 ist eine umfangreiche und einfach zu nutzende Software-Suite für Experten und Unternehmensanwender. Magics Essentials bietet Einsteigern eine komplette Lösung zur Datenaufbereitung und ist online verfügbar.

„Mit der Einführung von Magics 23 bieten wir integrierte Automatisierungsfunktionen für den 3D-Metalldruck, einschließlich Simulation und automatischer Supporterzeugung“, sagt Stefaan Motte, Vice President und General Manager der Materialise-Softwareabteilung. „Dies ermöglicht es den Anwendern, die Kosten zu senken, indem sie ihre Maschinenabläufe optimieren und die Anzahl der Baufehler reduzieren, und zwar innerhalb ihrer vertrauten Magics-Umgebung.“