MCD-Drehgeber von Posital

Kompakt & kosteneffizient mit Analogschnittstelle

07. Juli 2009

In vielen Applikationen werden bei der Erfassung von Drehbewegungen preisgünstige analoge Schnittstellen genutzt. Wenn mehr als eine Umdrehung erfasst werden muss, stehen Anwender hierbei vor der Wahl zwischen verschleißbehafteten Mehrgangpotenziometern und einer verschleißfreien Hall-Sensorik, bei der allerdings die Umdrehung aufwändig untersetzt werden muss. Durch die Integration einer analogen Strom- oder Spannungsschnittstelle in die als Single-Turn- und Multi-Turn-Modelle verfügbaren Drehgeber der Serie Magnetocode (MCD) hat Posital dieses Problem elegant gelöst.

Diese kostengünstige Lösung bietet eine Alternative zu Mehrgangpotenziometern: Durch die kontaktlose Erfassung der Winkelposition und der Umdrehung ist das System vollständig verschleißfrei. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass sich bei den MCD-Drehgebern der Messbereich elektronisch einstellen lässt – somit kann der gesamte Spannungshub zur Messwerterfassung genutzt werden. Die Einstellung erfolgt, indem der Drehgeber einfach in die gewünschten Endlagen verfahren wird. Diese Positionen werden mithilfe eines Teach-In-Eingangs im Drehgeber gespeichert. Die Skalierung des Messwerts zwischen diesen Lagen erfolgt nun automatisch.

Die Single-Turn-Sensorik kann eine Umdrehung mit einer maximalen Auflösung von 12 Bit erfassen; gleichzeitig können beliebig viele Umdrehungen erfasst werden. Die Umdrehungen werden auch im spannungslosen Zustand sicher nachgehalten und stehen nach dem Einschalten sofort zur Verfügung.

Kernstück der MCD-Encoder ist ein Wieganddraht mit einer darauf gewickelten Spule. Dieses Bauteil gewinnt die für die Erfassung der Umdrehungen notwendige Energie aus der Drehbewegung – eine kontinuierliche Drehung oder Mindestdrehzahl ist dafür nicht erforderlich. Das magnetische Funktionsprinzip der Drehgeber ermöglicht neben einer robusten, verschleißfreien Bauweise bei kompakten Abmessungen auch eine deutliche Kostenreduzierung verglichen mit optoelektronischen Modellen. Die Geräte widerstehen rauen Umgebungsbedingungen wie Feuchtigkeit, Temperatur und Vibrationen. Mit einem Durchmesser von lediglich 36,5 mm eignen sich die als Hohl- und Vollwellenversion lieferbaren MCD-Encoder zudem auch für Applikationen mit begrenztem Bauraum.