Mechatronik ist unsere Zukunft

Forum - Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Die Rede ist von der Mechatronik und den mit ihr verbundenen Visionen für den Maschinenbau. Mitglieder des Kreises Mechatronik :K sagen, was das Forum Mechatronik am 12. Juli in Esslingen bietet.

30. Mai 2005

Für mich ist Mechatronik die Zukunft: die tragende Innovation im Maschinen- und Anlagenbau durch die Vereinigung von Mechanik, Elektrik, Elektronik und Software«, sagt Claus Kühnl von Phoenix Contact. Seine Arbeit im Kreis Mechatronik :K ist von der Idee geprägt, gemeinsam mit Partnern und Kunden aus der Mechanik die Mechatronik und damit den Maschinen- und Anlagenbau zu fördern und neue Lösungen zu schaffen.

»Kunden legen Wert auf Integration«

Auch für ABB Antriebstechnik ist die Mechatronik von entscheidender Bedeutung. »Die Maschinenbaukunden legen zunehmend größeren Wert auf die Integration von verfahrenstechnischen und mechanischen Prozessen in die elektrischen Anforderungen und Lösungen der Antriebstechnik. Dies zeigt der Trend zur integrierten SPS in den Frequenzumrichtern sowie den Motion Control Funktionen«, erklärt Andreas Keiger. Er ist bei ABB für den Vertrieb der Antriebstechnik verantwortlich. Den Kreis Mechatronik :K unterstützt er vor allem, um die sich stets verändernden Anforderungen des Maschinenbaus zu erkennen und um Erfahrungen mit anderen branchenübergreifenden Firmen auszutauschen.

»Forum Mechatronik besuchen«

Seinen Kunden empfiehlt Andreas Keiger sich möglichst bald für das Forum Mechatronik im Maschinenbau am 12. Juli in Esslingen-Berkheim anzumelden. Denn »die Veranstaltung ist eine einmalige Gelegenheit neue Denkansätze, Arbeitsweisen und Trends im Maschinenbau sowie bei den Zulieferern zu erkennen und zu beeinflussen. Insbesondere die geplanten Foren und Arbeitsgruppen geben Gelegenheit neue Denkansätze zu gewinnen.« Sascha Fischer ist bei Siemens A& in Erlangen Manager Account Direktvertrieb & Dienstleistungen. Nicht nur als Mitglied des Kreises Mechatronik :K möchte er am 12. Juli möglichst viele Kunden in Esslingen treffen. »Dort werden die Kunden aus verschiedenen Richtungen an das Thema Mechatronik herangeführt und können sich einen Überblick über die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Ansätze und Lösungen bilden. Für Sascha Fischer sind der Kreis Mechatronik :K und das aus diesem Arbeitskreis heraus initiierte ›Forum Mechatronik im Maschinenbau‹ eine perfekte Plattform zum Informationsaustausch sowie die Basis, um mechatronische Standards zu schaffen. »Nur so können wir gemeinsam das große Potential dieser neuen überdisziplinären Technologie heben. «Ihm wie den anderen Initiatoren des Forums ist es wichtigdas Wissen mit anderen zu teilen und im Gegenzug neue Ideen zu diskutieren und umzusetzen.« Austausch und interdisziplinäre Diskussion fördern die Kreativität und sind für Innovationen unerläßlich. »Neueste Ideen und Produkte der Mechatronik werden sicherlich Innovationen im Maschinenbau nach sich ziehen und die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen«, argumentiert Alfred Hack, der Verantwortliche für die Sensorik bei Turck in Mülheim. Er ist sich mit den anderen Mitgliedern des Kreises Mechatronik :K einig, daß Deutschland im Rahmen der Globalisierung innovative Lösungen benötigt, um im Weltmarkt zu bestehen - »und die Mechatronik, wie sie auf dem Forum verpackt wird, ist eine große Chance.« Schließlich werde in immer mehr Branchen, wie Automobil-, Informations-, Automatisierungs-, Luft- und Raumfahrt- oder Medizintechnik Vor-Ort-Intelligenz in Sensorik und Aktorik benötigt.

»Triebfeder für Innovation«

»Mechatronik als interdisziplinäre Verbindung der Bereiche Mechanik, Elektronik und Informatik ist seit vielen Jahren die Triebfeder für Innovation! Diese Verbindung läßt Produkte entstehen, die den Anforderungen der genannten Branchen im höchsten Maße gerecht werden«, formuliert Alfred Hack. Mechatronische Komponenten stehen auch im Geschäftsbereich Lineartechnik der INA-Schaeffler KG und der IDAM (INA Drives & Mechatronics) ganz oben auf der Prioritätsliste. Die Veranstaltung am 12. Juli bietet für Dietmar Rudy, Verantwortlicher für die Technik der Lineartechnik bei INA, genau das, was er vom Kreis Mechatronik :K erwartet, »die Kooperation der Disziplinen und der Erfahrungsaustausch zur Entwicklung marktgerechter mechatronischer Komponenten. Der Austausch mit anderen hilft auch, mechatronische Projekte im eigenen Haus voranzutreiben. «Da sich die Kommunikation zwischen den Abteilungen Mechanik und Elektronik in vielen Unternehmen noch recht zäh erweist, sieht auch Tobias Vogel, der Leiter Technisches Marketing bei Igus, »in der Mechatronik ein spannendes Themenfeld, in dem das größte Potential vieler Firmen schlummert. Auf dem Gebiet der anschlussfertigen Energieketten zeigen sich diese Chancen immer wieder deutlich« Tobias Vogel ist gespannt und freut sich schon jetzt auf die erste öffentliche Veranstaltung des Arbeitskreises am 12. Juli 2005.

»Mechatronik begreifbar machen«

Ein Problem, das auf dem Forum in Esslingen diskutiert wird, ist der Prozeß des Engineerings, der in der Regel noch disziplinspezifisch ausgelegt ist. »Dadurch wird er auf Dauer den geänderten Randbedingungen nicht gerecht«, findet Dieter Pesch. Er ist bei Eplan Software & Service für strategische Marktentwicklung zuständig. »Die Funktionen von Maschinen und Anlagen werden zu immer größeren Anteilen durch Elektrik/Elektronik und Software realisiert. Dabei ist besonders das Zusammenwirken der Disziplinen Mechanik, Elektrik/Elektronik und Software der Schlüssel für die funktionale Ausprägung. Wir als EPLAN Software & Service sehen uns in der Pflicht, unseren Kunden in diese Richtung zu unterstützen. Dabei geht es sowohl um die Methode des mechatronischen Engineerings, als auch um entsprechende Engineeringwerkzeuge«, sagt Dieter Pesch. »Das Ziel des Kreises Mechatronik :K, gilt auch für das Forum am 12. Juli: Mechatronik begreifbar zu machen, Aufgaben zu erkennen und dazu passende Lösungen aufzuzeigen.« Vorgesehen ist, »verschiedenste Facetten die Diskussion«, ergänzt Peter Synek, der Leiter des Forums Mechatronik im VDMA. Auch er arbeitet beim Kreis Mechatronik :K mit und trägt viel planerische Kompetenz bei. »Nach den Vorträgen werden in einer Open-Space-Konferenz in kleineren Diskussionsforen die unterschiedlichen konkreten Fragen behandelt. Zum Beispiel, wie mechatronische Komponenten miteinander kommunizieren.« Anschließend kann in fachspezifischen Workgroups diskutiert werden. Einige Überschriften dazu: Immer Ärger mit der Software, Steuerung und Bewegung, »Wir vom Kreis Mechatronik :K sehen die Veranstaltung als Auftakt, bei entsprechendem Response werden weitere Thementage folgen«, kündigt Dieter Pesch an.

Der Bedarf ist groß, »denn die Ansprüche an Automatisierungskomponenten sind in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Unsere Kunden wollen nicht nur höhere Flexibilität und Feingefühl, auch die Integration von mehreren Aufgaben in einem Arbeitsgang, wie z.B. Greifen und Messen, erschließen neue Möglichkeiten«, sagt Entwicklungsleiter Andreas Schuster, der die Firma Schunk im Kreis Mechatronik :K vertritt.

»Das Forum am 12. Juli ist ein Muß«

Die Forumsveranstaltung ist ein Muß, denn hier geht es um Trends. »Wer nicht dabei ist, verpaßt die Chance, die Trends mit zu prägen«, findet Claus Kühnl. Anmeldungen und nähere Infos zum Forum gibt es unter: www.machinenbau-mechatronik.de

Peter Schäfer

Erschienen in Ausgabe: 04/2005