Mechatronik motiviert

Ausbildung - Mechatroniker arbeiten in der Chemie- und Automobilindustrie, im Maschinen- und Anlagenbau, sie bauen Kräne, Pumpen und Verpackungsmaschinen. Als Mitglied des Mechatronischen Arbeitskreises der :K legt IDAM besonderen Wert auf diese Ausbildung.

30. März 2007

Mechatroniker finden darüber hinaus Beschäftigung in der Forschung und Entwicklung, hier vor allem im Bereich der Ingenieur- und Naturwissenschaften. Und da genau diese Bereiche zu den Einsatzmöglichkeiten der Direktantriebstechnik gehören, sind Mechatroniker bei IDAM nicht mehr wegzudenken. Dieses Berufsbild scheint maßgeschneidert für die Anforderungen im Produktionsbereich der Suhler Schaeffler-Tochter. Mit dabei ist seit September 2006 auch Christian Ettner. Er ist fasziniert vom breiten Feld der Direktantriebstechnik und kann sich bereits heute gut vorstellen, sich in dieser Branche zu etablieren und von der internationalen Präsenz der INA - Drives & Mechatronics zu profitieren. Nach seiner Ausbildung würde er gerne in der Elektronikentwicklung arbeiten.

Doch jetzt konzentriert er sich in den nächsten drei Jahren erst einmal auf die Grundsteine, die er für diesen Weg legen muss. Und dabei hat er Spaß: »Die Ausbildung bei IDAM ist abwechslungsreich. Die Arbeiten sind herausfordernd. Man sieht Entstehen und Fortschritt. Und genau das motiviert«, bringt Christian Ettner seine Begeisterung auf den Punkt. Sein berufliches Ziel verfolgt der Auszubildende aus Sonneberg seit seinem Schulabgang zielstrebig. Innerhalb von drei Jahren absolvierte er das Fachabitur mit dem Schwerpunkt Elektrotechnik, und während eines zusätzlichen Schulhalbjahres erlangte er den Abschluss zum elektrotechnischen Assistenten. Damit erfüllt er die besten Vorraussetzungen zum Mechatroniker.

Zwischen den Unterrichtsblöcken an der Berufsschule in Sonneberg - insgesamt sind es zwölf Wochen im Jahr - wird der Auszubildende bereits bei IDAM in Fertigungsvorgänge integriert. Während er zu Lehrbeginn noch mit weniger aufwendigen Montagearbeiten betraut wurde, arbeitet er momentan bereits an der Produktion einer Nadelmessmaschine mit. Hier fallen für ihn sowohl Aufgaben im mechanischen als auch im elektronischen Bereich an.

Zukunft in der Antriebstechnik

Ursprünglich wurde der Beruf des Mechatronikers für den Maschinen- und Anlagenbau konzipiert. Deshalb sollte ein ausgebildeter Mechatroniker in der Lage sein, Komponenten zu montieren, Maschinen und Anlagen beim Kunden aufzustellen und zusammenzusetzen, Versorgungsleitungen zu verlegen sowie Inbetriebnahmen inklusive Funktions- und Sicherheitsprüfungen durchzuführen. Allerdings gehören auch Wartung und Instandhaltung zum Ausbildungsinhalt. Somit profitieren auch Betriebe vom Know-how eines Mechatronikers, die mechatronische Produkte herstellen und instand halten sowie mittels mechatronischer Systeme produzieren beziehungsweise transportieren.

Für Christian Ettner hat sich das Gebiet der Direktantriebe als besonders interessant erwiesen. »Während der Ausbildung zum Elektrotechnischen Assistenten habe ich zwar davon gehört, aber der Bereich wurde nicht tiefgründig behandelt«, so Ettner. Er sieht in dieser besonderen Form der Antriebstechnik ein sehr großes Zukunftspotenzial und ist natürlich von den Einsatzmöglichkeiten, die er bereits bei IDAM kennen gelernt hat, begeistert. Die Firma IDAM, die im November 2004 aus einer Fusion der LAT Suhl AG und der präTEC GmbH hervorgegangen ist, hat fast zehn Jugendliche zum Mechatroniker ausgebildet, darunter einige, die sich während des berufsintegrierenden Studiums an der FH Schmalkalden zum Diplom-Ingenieur weiter qualifi zierten. Für IDAM-Produktionsleiter Silvio Zamzow ist die Ausbildung zu Mechatronik-Fachkräften aus der Branche der Direktantriebe und der direkt angetriebenen Systeme nicht mehr wegzudenken: »Dieser relativ neue Beruf ist wichtig für unser Unternehmen, da die mechatronische und elektronische Kompetenz in einem Beruf gebündelt wird.« Die Mechatroniker werden bei IDAM so ausgebildet, dass sie selbstständig an elektrischen und mechanischen Anlagen arbeiten können.

Sie qualifizieren sich in der Metallbearbeitung und der Elektrotechnik ebenso wie in Grundlagen der Hydraulik, Pneumatik und Steuerungstechnik. Nach der Ausbildung können sie Komponenten messen, prüfen und programmieren. Auch der Umgang mit Steuerungs- und Reglungstechnik ist zentral für die Arbeit eines Mechatronikers. Als Facharbeiter installiert und programmiert er speicherprogrammierbare Steuerungen. Dazu gehört auch der korrekte Umgang mit verschiedenen Feldbus-Systemen.

Daniela Sendel, IDAM

Erschienen in Ausgabe: 02/2007