Mehr als Montage

Motek

Messe – Auch die 33. Ausgabe der Motek wird inklusive Bondexpo die 1.000-Aussteller-Marke locker überspringen. Für Abwechslung und viele Neuheiten ist also höchstwahrscheinlich bestens gesorgt. Ein Schwerpunkt bildet die Kooperation von Mensch und Automation.

16. September 2014

Es ist wieder Motek und laut Veranstalter ist die 33.Ausgabe so international wie nie. Rund 20 Prozent der deutlich über 1.000 Aussteller kommen laut Projektleiter Rainer Bachert aus dem Ausland. Die größte Fraktion stellt diesmal Italien. Die Tendenz sei auch bei den Besuchern zu erwarten. Veranstalter Schall freut sich, dass das intensive Marketing Früchte trägt.

Neben dem neu aufgelegten Spezialmesseführer Montageanlagenbau und Roboter-Systemintegration wird es 2014 erstmals einen solchen für die Füge- und Verbindungstechnik geben. Im übersichtlichen Kompaktformat rückt dieser die Schwestermesse stärker in den Vordergrund und stellt die Synergien zur Montageautomation auf der Motek dar. Auf der technischen Seite widmen sich viele Aussteller der Zusammenarbeit von Mensch und Automation, so wie es in der Robotik schon verbreitet ist. Nicht vollautomatisierte Produktions- und Montageprozesse nehmen an Bedeutung zu, weil wegen steigender Variantenvielfalt und geringeren Chargen mehr technische und personelle Flexibilität notwendig wird.

Überhaupt steht die Motek immer mehr im Zeichen der Roboterautomatisierung für den integrierenden Materialfluss in Produktions- und Distributionsbetrieben, für die parallele Prüfung und Qualitätssicherung in Fertigung, Konfektionierung und Montage sowie das Handling in Verpackung und Kommissionierung.

In der Service-Robotik konzentriert sich die Stuttgarter Messe auf die noch recht unbekannte industrielle Ausrichtung als Helfer des Menschen im Berufsleben. Den Fachbesucher erwarten Peripheriesysteme für Handhabung und Materialfluss.

Am Thema Mikrotechnik hält der Veranstalter fest und präsentiert auch 2014 seinen Technologiepark Microsys. Denn hier spielt sich teil- oder vollautomatisierte Produktion und Montage unter anderen Voraussetzungen ab. Die schnell fortschreitende Miniaturisierung muss hohe Leistungsdichte, Kompaktheit und geringes Gewicht mit einer maximalen Funktionsintegration in Verbindung bringen. Das verlangt nach neuen Strategien und innovativer Ausrüstung.

Wichtig für die Aussteller

Im Zentrum stehen nach wie vor die Aussteller. Einer von den mehr als 1.000 ist der Lineartechnikspezialist Rollon aus Düsseldorf. Für Marketingleiter Klaus-J. Hermes ist die Motek ein idealer Standort: »Die Montageautomation gehört für uns zu den wichtigsten Branchen in der Antriebstechnik. Positioniert im Herzen von Maschinenbau und Automation erreichen wir hier gezielt das passende Fachpublikum und viele unserer Kunden. Sie können sich ein Bild über unsere Leistungsfähigkeit und Anwendungsberatung machen und sich mit uns austauschen.«

Nirgendwo könne man Stimmung und Tendenzen im Maschinenbau besser wahrnehmen als auf der Motek mit ihrem kompakten Angebot und der Nähe zum Flughafen.

Rollon zeigt seine Linearachsen der Rack & Pinion-Serie, die lange Verfahrwege bieten und bei hoher Tragfähigkeit die Bewegung mehrerer unabhängiger Köpfe auf einer Achse erlauben. Zudem gibt es einige Neuheiten bei den Highend-Profilschienenführungen der Baugrößen 15 bis 45 zu sehen.

Auch für Ganter ist die Motek die weltweit führende Veranstaltung für Produktions- und Montageautomatisierung, Zuführtechnik, Materialfluss sowie Rationalisierung durch Handhabungstechnik und Industrial Handling, meint Marketingleiter Axel Weber: »Als einzigartige Kommunikationsplattform bildet sie die ganze Welt der Automation ab. Wir als Komponentenhersteller für Normelemente und Bedienteile gehen seit Jahren auf diese für uns wichtige Messe. Wir erreichen dort eine Vielzahl unserer bestehenden und potenziellen Kunden.« Auf dem Messestand von Ganter findet der Besucher alle Herbstneuheiten sowie Auszüge aus dem immensen Normteileprogramm.

Ein völlig neu entwickeltes Produkt stellt die Zimmer Group vor: Deren Parallel- und Zentrischgreifer der Baureihe 5000 verfügen über extrem robuste Präzisions-Prismenführungen aus Stahl-in-Stahl, die sehr belastbar, biegesteif und verschleißfest sind. Die Premiumgreifer überstehen mindestens 30 Millionen Zyklen ohne Wartung und erfüllen dank Doppeldichtung schon in der Serienversion IP 64. Elektrische und pneumatische Antriebe lassen sich dank gleicher Abmessungen, Leistungsdaten und Zykluszeiten frei gegeneinander austauschen.

Auf einen Blick

- In der Landesmesse Stuttgart findet vom 6. bis 9. Oktober 2014 die 33. Motek – Internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung – statt, zusammen mit der 8. Bondexpo – Internationale Fachmesse für Klebtechnologien.

- Erwartet werden mehr als 1.000 Aussteller und 35.000 Besucher aus aller Welt.

Zimmer: 1/1201, Rollon: 1/1645, Ganter 9/9122

Erschienen in Ausgabe: 07/2014