Mehr als schick bedient

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Gehäuse – Bei Bediengehäusen an Maschinen und Anlagen zählen vor allem Ergonomie und Montageeffizienz. Zur Hannover Messe 2013 präsentiert Rittal jetzt ein ebenso optisch ansprechendes wie praktisches und kostengünstiges Bediengehäusesystem.

27. März 2013

Die wichtigsten Ansprüche an die Bedienung einer Maschine oder Anlage sind ein ermüdungsfreies und sicheres Arbeiten, ein einfaches Handling und eine perfekte Ergonomie der Bedienelemente. Beispielsweise sollten die Bedienpanels sich leicht und präzise drehen, heben und schwenken lassen, damit der Maschinenführer jederzeit die volle Kontrolle über die Maschine oder Anlage hat. Die Gehäuse müssen dabei sicherstellen, dass empfindliche TFTs, Anzeigegeräte oder Panel-PCs im rauen industriellen Einsatz sicher geschützt sind. Ebenso wichtig sind jedoch auch eine effiziente Montage, ein ansprechendes Design sowie die Möglichkeit, das Gehäuse flexibel auszubauen. So müssen sich Bedienelemente und Zubehör wie zum Beispiel Tragarm- oder Standfußsysteme schnell und einfach anbauen lassen. Unbedingt nötig ist außerdem eine einfache Zugänglichkeit im Servicefall. Zudem sollten sich mit einem optimierten Gehäusesystem vielfältige Maschinentypen auch bei reduzierter Variantenvielfalt ausstatten lassen.

Der Herborner Gehäuse- und Schaltschrankspezialist Rittal hat deshalb jetzt sein Programm an Stahlblech-Bediengehäuse erneuert und präsentiert auf der diesjährigen Hannover Messe eine ebenso optisch ansprechende wie praktische und preiswerte Bedienlösung. Im Fokus bei der Entwicklung der neuen Bediengehäuseserie standen vor allem die einfachen Kundenanwendungen im kostensensiblen Maschinenmarkt-Segment, wo gängige Bediensysteme sowie Steuerungen von namhaften Panelherstellern zum Einsatz kommen. Bislang hatte Rittal für diesen Markt drei Bediengehäuse-Lösungen aus Stahlblech im Angebot – allerdings mit unterschiedlichem Design und unterschiedlichen Befestigungssystemen. Jetzt fokussiert der Hersteller sein Angebot auf eine einzige Systemplattform in insgesamt neun Standardabmessungen mit einheitlichem Systemzubehör für einen vereinfachten Innenausbau und in einem modernen Design, das an das Produktportfolio von Rittal angepasst ist. Der Gehäusekorpus basiert auf der Gehäuseserie AE von Rittal aus pulverbeschichtetem Stahlblech und steht in Größen von 300 x 200 x 155 Millimeter bis 600 x 600 x 210 Millimeter (BHT) zur Verfügung. Um einen einfachen Servicezugang von vorne oder hinten zu gewährleisten, lässt sich die Bedienseite des Gehäuses wahlweise an der Tür oder an der Rückwand anbringen. Letzteres empfiehlt sich beim Einbau eines PCs ab 120 Millimeter Tiefe, damit sich die Tür ohne Probleme öffnen lässt.

Sämtliche Konstruktionsdetails sind auf Montagefreundlichkeit getrimmt. So lässt sich auf Tür oder Rückwand eine zusätzliche Aluminium-Frontplatte einfach und schnell montieren und demontieren, die bereits mit Bohrungen und Ausbrüchen für TFTs, Anzeigegeräte oder Panel-PCs versehen ist. Zum Schutz vor Verletzungen besitzt das formschön gestaltete Bediengehäuse abgerundete Ecken. Dazu wurden die vertikalen, an den Seiten angebrachten Griffleisten dem Design und der Farbe des neuen Tragarmsystems 60/120/180 von Rittal angepasst.

Innenausbau leichtgemacht

Für den Innenausbau der verschiedenen Gehäuse können Anlagenbauer jetzt auf ein einziges Zubehör-Baukastensystem und ein einheitliches Befestigungssystem zurückgreifen, das die Ausbaumöglichkeiten deutlich erhöht und die Montage und Lagerbevorratung effizient gestaltet. Die Kompatibilität zu dem bewährten umfangreichen Zubehörsystem TS8 ermöglicht einen hoch flexiblen Innenausbau des Bediengehäuses bei der Bestückung mit Komponenten wie SPSen, Schutzschaltern oder Relais für die unterschiedlichsten Anforderungen. So erlauben es die an den inneren Seitenwänden angeformten Profilschienen, die über ein TS-8-Lochraster verfügen, das Gehäuse je nach Anforderung sowohl vertikal als auch horizontal mit Montagestegen und Systemchassis flexibel zu bestücken. Auch die Verschluss-Systeme des Bediengehäuses hat Rittal verbessert: So konnten durch eine optimierte Verschlussmechanik mit integrierter Auflaufkufe die Schließkräfte spürbar reduziert werden.

Flexible Montage

Große Flexibilität zeigen die neuen Bediengehäuse auch bei der Installation. Zum Beispiel lässt sich der Türanschlag problemlos von links auf rechts wechseln. Zudem kann etwa der Tragarmanschluss je nach Bedarf durch ein einfaches Drehen des Gehäuses oben oder unten definiert werden. Passend zur Anwendung und zur jeweiligen Bestückung des Gehäuses lassen sich dabei unterschiedliche Tragarmdurchmesser aus dem neuen Tragarm-Baukastensystem 60/120/180 einsetzen. Außermittige Tragarmanschlüsse erleichtern dabei den Anbau in Nischen oder kompakten Maschinen. Zudem verfügt das neue Bediengehäuse über bereits vorbereitete Vorstanzungen mit Verstärkungsplatten, die sich durch einfaches Aufbohren nutzen lassen.

Das intelligente Tragarm-Baukastensystem bietet ein durchgängiges Design über die Belastungsstufen von 60, 120 und 180 Kilogramm (bezogen auf eine Auslegerlänge von einem Meter) mit einem einheitlichen Funktions-, Montage- und Projektierungssystem und ermöglicht den Aufbau einer passenden Tragarmlösungen für jede Anforderung. Das System, bestehend aus Wandgelenk, Tragprofil, Zwischengelenk und Winkelstücken, lässt sich beispielsweise sowohl oben auf einer Maschine als auch an einer Seitenwand montieren. Eine intelligente Arretierungshilfe, bei der sich das Bediengehäuse über eine Schraube an dem Tragarm vorab fixieren lässt, erlaubt sogar eine Ein-Mann-Montage. Dies gilt ebenso für die Montage an Standsystemen, die jetzt auch im neuen Tragarmsystem-Design von Rittal erhältlich sind. Besonderheiten der Standsysteme sind eine mobile Ausführung mit Rollen sowie Säulen in offener Ausführung, mit dessen Hilfe sich Kabelzuführungen samt konfektionierter Stecker schnell und sicher installieren lassen. Vor allem im Servicefall erweist sich dies als großer Vorteil.

Auf einen Blick

- Die 1961 gegründete Rittal GmbH mit Sitz im hessischen Herborn ist ein weltweit führender Systemanbieter für Schaltschränke, Stromverteilung, Klimatisierung, IT-Infrastruktur sowie Software und Service.

- Die perfekt abgestimmte Systemplattform vereint innovative Produkte, Engineering-Lösungen und weltweiten Service für vielfältige Anforderungen in unterschiedlichsten Branchen vom Maschinen- und Anlagenbau über die Automobilindustrie bis hin zur Informationstechnologie.

Rittal auf der Hannover Messe

Mehr Wertschöpfung für Industrie und IT

Gemäß dem Leitthema der Hannover Messe 2013 »Integrated Industry« präsentiert Rittal als einer der größten Aussteller auf 2.000 Quadratmetern Fläche neue Lösungen für integrierte Wertschöpfungsketten in Industrie und IT. Gemeinsam mit dem Schwesterunternehmen Eplan und dem Hersteller von Schalt-schrank-Bearbeitungsmaschinen Kiesling zeigt das Unternehmen innovative Lösungen im Schaltanlagenbau. Zu den Highlights zählt die Vorstellung einer integrierten Prozesskette, vom Engineering bis zur robotergestützten Installation und Verdrahtung von Schaltschränken. Für den Bereich IT stellt der Systemanbieter zudem weltweit erstmals das Konzept RiMatrix S für einen vollständig standardisierten Rechenzentrumsbau vor.

Auch bei der Schaltschranktechnik kann Rittal mit Neuheiten aufwarten. Da sich bei Leistung und Energieeffizienz von Kühlgeräten bei manchen Herstellern oft Unterschiede zwischen den Angaben auf Typenschildern und der realen Leistung zeigen, haben die Hessen jetzt als erster Hersteller weltweit ihre komplette Kühlgeräteserie durch den TÜV Nord überprüfen lassen. Mit dem Prüfzeichen des TÜV an den TopTherm-Kühlgeräten garantiert Rittal jetzt seinen Kunden definierte Leistung und maximale Effizienz. Zu den weiteren Ausstellungs-Highlights zählen die zweite Generation der TopTherm Chiller in den Leistungsklassen von 8 bis 40 Kilowatt sowie die Revision des Schaltschranksystems TS 8 mit neuen Montagevorteilen. Mit seinem Technology-Partner-Programm rund um die Schaltanlagen-Plattform Ri4Power demonstriert Rittal zudem, wie eine Unternehmenszusammenarbeit im Bereich elektrischer Schaltanlagen aussehen kann. Auch in diesem Jahr präsentieren sich deshalb am Ri4Power-Partnerstand von Rittal wieder namhafte Unternehmen, darunter ABB, Siemens, Terasaki und General Electric.

Erschienen in Ausgabe: 02/2013