Mehr Freiraum im Antrieb

Neuartiges Differenzial spart Platz und Gewicht im Fahrzeuggetriebe

27. Juli 2011

Mehr Freiraum bei der Konstruktion des Antriebsstranges von Kraftfahrzeugen schafft ein innovatives Leichtbaudifferenzial, das die Schaeffler-Gruppe aus Herzogenaurach vorgestellt hat. Die Architektur des ultrakompakten Bauteils unterscheidet sich komplett von der Bauform traditioneller Differenziale. So besitzt das Leichtbaudifferenzial der Marke INA statt der bislang verwendeten Kegelausgleichsräder in einer gemeinsamen Ebene angeordnete Zahnräder mit Stirnverzahnung in Form von Planetenrädern, wie sie in Automatikgetrieben zum Einsatz kommen.

Nach Aussage von Dr. Tomas Smetana, Leiter Vorentwicklung im Geschäftsbereich Getriebe der Schaeffler Gruppe Automotive, erspart die Neuentwicklung damit bis zu 30 Prozent Gewicht im Vergleich zum klassischen Kegelraddifferenzial. Zugleich vergrößert sich durch die schlanke Bauform der axialen Freiraum um bis zu 70 Prozent. Konkret bedeutet das für jedes Differenzial ein Minus von bis zu drei Kilogramm Masse und einen Gewinn von 90 Millimeter zusätzlichem Bauraum im Getriebe. Zusätzlich erlaubt die schmale Bauweise des Leichbaudifferenzials den Einsatz von neuen, reibungsoptimierten Lagerkonzepten, die einen messbaren Beitrag zur Reduzierung von Kraftstoffkonsum und CO2-Emissionen leisten können.