Mehr Leistung aus der Cloud

Microsoft verbessert Performance seiner Cloud-Plattform Azure mit virtualisierten Grafikkarten von Nvidia.

19. Oktober 2015

Microsoft wird seinen Kunden demnächst weltweit professionelle Grafikapplikationen und mehr Rechenleistung über seine Cloud-Plattform Microsoft Azure anbieten. Möglich macht dies die Verwendung von Nvidia-Grafikprozessoren. Um die Leistung den Anwendern zur Verfügung zu stellen, werden virtuelle Maschinen mit der Software Nvidia Grid ausgerüstet.

Azure von Microsoft ist laut Nvidia der erste Cloudservice, der virtualisierte Grafik über Nvidia Grid 2.0 für Unternehmenskunden anbietet. Microsoft hat den neuen Service angekündigt. Laut Zahlen vom Sommer 2015 ist Microsoft der Cloudanbieter mit dem zweitgrößten Umsatz, hinter Amazon und vor IBM und Google.

Die Anwender haben bei Azure die Möglichkeit, über virtualisierte Windows- oder Linuxmaschinen Applikationen mit gesteigerter Grafikleistung und/oder Applikationen mit GPU-Unterstützung bei Berechnungen zu nutzen. Letzteres wird besonders bei CFD-Anwendungen zunehmend genutzt. Das eröffnet zum Beispiel die Möglichkeit, CAD- und Simulationsanwendungen in die Cloud auszulagern.

Der Zugang ist dann auch unterwegs von einem Notebook aus nutzbar. Azure soll dafür Leistung auf höchstem Niveau anbieten durch Bereitstellung des aktuellen Topmodells unter den Grafikkarten von Nvidia, der Tesla K80.

„Unsere Vision ist es, beschleunigte Grafik und High-Performance-Computing auf alle verbundenen Geräte zu bringen, unabhängig von ihrem Standort“, sagt Jen-Hsun Huang, Mitbegründer und CEO bei NVIDIA. „Wir sind begeistert, mit Microsoft Azure zusammenzuarbeiten und Ingenieure, Designer, Content-Gestalter und Wissenschaftler sowie andere Profis in die Lage zu versetzen, komplexe, datenintensive Designs von überall zu gestalten.“