Mehr Material für Marc

Die FEM-Software MSC Marc bietet als wichtigste Erweiterung neue Materialmodelle für Elastomere, Thermoplaste und Elasto-Plastizität. Außerdem wurden mehrere Simulationsfunktionen erweitert.

23. Dezember 2015

Marc ist das Tool von MSC Software speziell für implizite nichtlineare Finite-Elemente-Analysen. Marc in der aktuellen Version 2015 bietet neue Materialmodelle für Elastomere, Thermoplaste und Elasto-Plastizität. Diese Materialmodelle dienen zur Simulation des komplexen dynamischem Verhaltens von Elastomeren, der permanenten Verformung von Thermoplasten und der anisotropen plastischen Verformung, die oft bei Metallen auftritt.

Eine Neuerung sind die sogenannten kohäsive Kontakte: In Baugruppen sind die Teile oft über diskrete Elemente wie Nieten, Schrauben oder Schweißpunkte verbunden. Häufig ist es zu aufwendig, diese Verbindungen zu modellieren. Deshalb wird eine einheitliche starre Klebung angenommen. Die ist zwar einfach handzuhaben, führt aber oft zu übertriebener Steifheit der Verbindung. Um diesen Nachteil zu beseitigen, bietet Marc 2015 ein kohäsives Kontaktverhalten. Das ermöglicht dem Anwender, eine finite Steifigkeit in normaler und tangentialer Richtung einzugeben. Dies verbessert die Spannungsergebnisse der Kontaktzonen und das gesamte Verformungsverhalten.

Bei Marc wird eine neue Familie von Elementen eingeführt, die effizienter sind in Bezug auf die benötigte Rechenleistung. Die neuen Elemente weisen ein verbesserte Biegeverhalten auf und lassen sich nutzen um darzustellen, ob Objekte kompressibel oder nahezu inkompressibel sind. Da weniger Elemente zur genauen Darstellung des Verhaltens nötig sind, benötigen die neuen Elemente für solche Objekte weniger Rechenzeit als traditionelle Dreiecks- und Tetraeder-Elemente. Darüber hinaus wurden Verbesserungen bei der Vernetzung und der Bedienung eingeführt.