Messen am Ort des Geschehens

Druck- & Temperaturmessung - Messstellen für Druck- und Temperaturdaten sind oft nur schwer zugänglich. Gefragt sind deshalb Sensorlösungen mit flexiblen Prozessanschlüssen.

09. November 2006

Zur optimalen Erfassung müssen Druck- und Temperatursensoren möglichst nah am Ort des ›Geschehens‹ installiert werden. Da die Messstellen sich aber häufig außerhalb des Beobachtungsbereiches eines Bedieners befinden, sind flexible Installationsmöglichkeiten für die Auswerte- und Anzeigeeinheit gefragt - bei den Bedienerschnittstellen ebenso wie bei der Anbindung an übergeordnete Systeme durch unterschiedliche elektrische Ausgänge. Für den Sensorspezialisten Turck waren die gleichlautenden Anforderungen an Druck- und Temperaturmessungen Grund genug, zwei Produktfamilien auf derselben ›Plattform‹ zu entwickeln. Während die Drucksensoren der Serie PS im vergangenen Jahr Premiere hatten, hat Turck kürzlich die ›TS-Serie‹ vorgestellt. Die Gehäuseform, das Bedienkonzept und die Ausgangsvariationen der TS-Serie entsprechen denen der Drucksensoren, die sich bereits vielfach im rauen Alltagseinsatz bewährt haben.

Schnelle und einfache Montage

Analog zum Drucksensor handelt es sich beim TS400 um die Variante mit fester Anzeigeeinheit und beim TS500 um die verdrehbare Version. Bei einem Durchmesser von nur 34 mm lassen sich die kompakten Geräte problemlos im üblichen Rastermaß von 40 mm (Mitte-Mitte) montieren. Die um 45° geneigte Anzeige erlaubt die Montage von oben oder von vorn. Die Sensoren verfügen über eine vierstellige 7-Segmentanzeige, die im Normalbetrieb den Messwert anzeigt und den Anwender bei der Programmierung unterstützt. Die große, um 180° drehbare LED-Anzeige ist auch bei schlechten Lichtverhältnissen aus größerer Entfernung noch fehlerfrei abzulesen. Dank der klaren Menüstruktur lassen sich bei den Turck PS- und TS-Sensoren alle gewünschten Parameter mit wenigen Schritten komfortabel programmieren. Über einen 4-poligen M12-Standard-Anschluss erfolgt bei der TS-Reihe die Verbindung zu den Temperaturfühlern - entweder direkt oder über ein Kabel. Der Messbereich liegt zwischen -50 und +500 °C, das Ergebnis ist in °C, °F, K und Ohm darstellbar. Die TS-Sensoren haben eine Genauigkeit von 0,2 K und verfügen über zwei Transistor-Schaltausgänge oder über einen Schalt- und einen Analogausgang mit den üblichen Strom- und Spannungssignalen.

Die PS-Drucksensoren decken alle im Maschinenbau wichtigen Druckbereiche von -1 bis 400 bar ab. Ein patentiertes Medien-Stop-System versiegelt den Sensor im Fall einer Beschädigung der Druckzelle bei hohem Überdruck und verhindert so zuverlässig ein Leck in der Maschine. Der Druck kann wahlweise in bar, psi, kPa oder MPa sowie in zehn weiteren, benutzerdefinierten Einheiten programmiert und angezeigt werden.

Klaus Albers, Turck

Erschienen in Ausgabe: 08/2006