Messen statt Einschmelzen

Kosten sparen in der Stahlproduktion

08. Juli 2012

Hohe Energiekosten sind ein entscheidender Wettbewerbsfaktor in der Stahlindustrie. Speziell der anfallende Ausschuss und Verschnitt bei der Produktion von Brammen, Blechen und Rohren muss mit hohem Energieaufwand ein weiteres Mal eingeschmolzen werden. Mit dem Einsatz von LAP Messsystemen kann sich die Maßqualität verbessern. Die LAP GmbH aus Lüneburg ist Spezialist für die Entwicklung, Herstellung, Installation und Inbetriebnahme von Lasermesssystemen zur Dimensionsmessung an Vor- und Endprodukten der Metall- und Stahlindustrie. LAP Lasermesssysteme prüfen die Abmessungen von Lang- und Flachprodukten, von Brammen, Knüppeln und Rohren. Für die gesamte Prozesskette von der Stranggießanlage bis zum fertigen Produkt stellt LAP lasergestützte Systeme für die berührungsfreie Messung von Abstand, Breite, Dicke, Länge, Durchmesser, Kontur und Ebenheit her.

Auf diese Weise erhöhen LAP Lasermesssysteme die Wirtschaftlichkeit, durch weniger Ausschuss und höheren Durchsatz. „Je mehr Verschnitt produziert wird, desto größer sind naturgemäß die Produktionskosten“, sagt Dr. Axel Schulz. „Lassen Sie mich eine Beispielrechnung bringen: Angenommen, Sie haben eine Blechproduktion von 1 Million Tonnen im Jahr und produzieren Bleche mit den Maßen 5,000 mm x 45,000 mm x 10 mm mit einem Optimierungspotenzial beim Zuschnitt in der Breite von 50 mm auf jeder Seite. Jede zusätzlich verkaufte Tonne Stahlblech bringt bei einem Verkaufspreis von 650 Euro pro Tonne und einem Schrottpreis von 250 Euro pro Tonne einen Profit von 400 Euro pro Tonne. Wenn der Ausschuss beim Zuschnitt um nur zwei Prozent reduziert werden kann, lassen sich damit bis zu acht Millionen Euro sparen oder faktisch zusätzlich verdienen.“

Die Sensoren der Antaris Reihe von LAP arbeiten dabei nach dem Triangulationsverfahren: Ein Laserstrahl wird an der Oberfläche des Messobjektes reflektiert und über eine Optik und einen Umlenkspiegel auf eine lichtempfindliche Zeilenkamera projiziert. Abhängig von der Entfernung des Messobjektes verändert sich die Position des Lichtpunktes. Hieraus ermittelt der Signalprozessor den Abstand zwischen dem Sensor und der Oberfläche der Stahlprodukte.

Mit dem Einsatz von LAP Messsystemen können darüber hinaus unnötige Zugaben, etwa zum Brammengewicht, vermieden werden. Diese helfen das Metergewicht zu garantieren, beispielsweise in der Blechproduktion. Das bedeutet nicht nur Materialeinsparung sondern auch einen zusätzlichen Beitrag zur nachhaltigen Produktion in der energieintensiven Stahlherstellung. „Zudem ist mit all diesen Einsparungen eine rasche Amortisation der LAP Messsysteme gewährleistet, wie die Beispielrechnung bereits erkennen lässt“, betont Dr. Axel Schulz. Genaues Messen anstatt erneutes Einschmelzen könnte damit zukünftig die Devise aller Stahlhersteller werden.