Methoden kombiniert

Comsol Multiphysics veröffentlicht Comsol 5.3 mit gesteigerter Effizienz: Vor allem bei der Vorbereitung sehr großer Modellen soll die Simulationssoftware nun stark an Reaktionsschnelligkeit zulegen.

02. Juni 2017

Comsol Multiphysics meldet für das Release 5.3 der gleichnamigen Software sowie Comsol Server zur multiphysikalischen Simulation deutlich kürzere Verarbeitungszeiten und weitere Verbesserungen. Laut Anbieter reduziert sich die Reaktionszeit der Software in manchen Fällen auf ein Zehntel oder noch weniger. Dies betrifft z. B. das Preprocessing beim Umgang mit Modellen, die mehrere tausend Flächen und Teilbereiche umfassen. Auch die Berechnung soll teilweise schneller erfolgen.

Mit Version 5.3 steht für die Modellierung von Elektrostatik und Korrosionseffekten die Boundary Element Method (BEM) zur Verfügung. "Dank dieser Neuerung können Anwender nun sehr einfach die BEM und die Finite-Elemente-Methode kombinieren und haben so eine größere Flexibilität bei ihren multiphysikalischen Simulationen", erläutert Svante Littmarck, President und CEO von Comsol. Mit der BEM können Anwender Modelle mit unendlichen Bereichen und Hohlräumen simulieren und Simulationen aufsetzen, die Draht- und Balkenmodelle sowie Flächen und Volumenkörper in einem Modell kombinieren.

Für Anwender, die mit großen CFD-Modellen arbeiten, ist der neue algebraische Multigrid-Solver (AMG) vorteilhaft. Der AMG-Solver erfordert nur eine Netzebene und ist nun die Standardoption für viele Physik-Interfaces zur Simulation von Flüssigkeitsströmungs- und Transportphänomenen. Bei der Modellierung turbulenter Strömung profitiert der Nutzer von robusteren Berechnungen im Zusammenhang mit der automatischen Behandlung von Wänden. Diese Eigenschaft kombiniert die genaue Formulierung bei kleinen Reynoldszahlen mit Wandfunktionen.

Der Model Builder ist laut Comsol mit der neuen Version der Suite bei der Durchführung von Geometrie- und Netzoperationen deutlich schneller. Dies gilt insbesondere für Modelle mit großen Arrays und komplizierter Vernetzung von Volumenkörpern in 3D. Anwender, die mit Modellen oder Geometrien arbeiten, die die Verwendung verschiedener Elementtypen erfordern, können automatisch pyramidenförmige Elemente für den Übergang von zusammengesetzten Hexaeder-, Prismen- und Tetraeder-Netzen generieren lassen. Darüber hinaus ist über virtuelle Geometrie-Operationen eine neue Option für automatische Geometrie-Vereinfachungen verfügbar.

Die Anwendungsbibliotheken umfassen über 50 neue und aktualisierte Tutorial-Modelle für schnelle Einarbeitung in die neuen Funktionen, Werkzeuge und Modellierungstechniken. Die Tutorials umfassen unter anderem die Bereiche Permanentmagnetmotoren, Kabel, Hornstrahler-Antennen, Überschallströmung, Elektronikkühlung sowie Schwingungen und Geräusche in einem Getriebe.