Miniaturantriebe im Weltall

Fünfzig Jahre ist es jetzt her, dass Apollo 11 auf dem Mond landete und der erste Mensch den Erdtrabanten betrat. Seitdem hat sich einiges getan: Der Weltraum ist zum Arbeitsplatz und Aufenthaltsraum für den Menschen geworden, Themen wie Weltraum-Tourismus, Mondstation oder bemannte Marsmission sind aktuell. Der technische Fortschritt macht diese Entwicklung möglich und auch die Antriebstechnik hat dazu beigetragen.

19. Juli 2019
Miniaturantriebe im Weltall
Vor 50 Jahren landeten die ersten Menschen auf dem Mond. In den Uhren der Astronauten waren Präzisionskugellager der Faulhaber-Tochter MPS verbaut. (Bild: NASA 1969 - Apollo 11)

Sechs Schrittmotoren mit Planetengetriebe von Faulhaber sind beispielsweise aktuell im sensibelsten Seismometer, das je gebaut wurde (SEIS), auf dem Mars im Einsatz und versuchen zu klären, ob der rote Planet bebt.

Bei den seismologischen Messungen haben sie gleich zwei Aufgaben: Sie bringen die Messmechanik in Balance und gleichen auftretende Spannungskräfte aus, die aufgrund starker jahreszeitlicher Temperaturschwankungen entstehen.

Auch an Bord der internationalen Raumstation ISS sind die kleinen Antriebe aus Schönaich zu finden. Bürstenlose DC-Motoren erlauben Cimon, einem künstlichen Assistenten für Astronauten, sich an Bord frei zu bewegen.

Bei der nächsten Mars-Mission im Jahr 2020 sind Schrittmotoren in hochauflösenden Kamerasystemen verbaut. Die kleinen Antriebe mit nur 10 Millimetern Durchmesser positionieren die Objektive für gestochen scharfe Aufnahmen der Marsoberfläche. Auch zukünftig werden die kompakten Miniaturantriebe zur Weiterentwicklung der Weltraumforschung und Raumfahrt beitragen.

Eine Möglichkeit, um die Kosten bei kommerziellen Raketenstarts in Grenzen zu halten, besteht zum Beispiel darin, die Treibstoffverbrennung und damit den Verbrauch zu optimieren. Ein speziell entwickeltes Treibstoff-Trimmventil garantiert hierbei optimale Leistungen.

Angetrieben wird es von Faulhaber Servomotoren. Der Bedarf an weltraumtauglichen Antriebssystemen, die vor allem zuverlässig, langlebig, klein und leicht sein müssen, steigt also ständig. Vor 50 Jahren, als Präzisionskugellager der Faulhaber Tochter MPS in den Uhren der Astronauten beim ersten Schritt eines Menschen auf dem Mond dabei waren, hätte sich das kaum einer vorstellen können.

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