Minutenschnell in Betrieb

Anstecken, Messstrecke festlegen und fertig: Bosch Rexroth vereinfacht die Inbetriebnahme des neuen, in Linearführungen integrierten, Messsystems IMS-A weiter mit der zusätzlichen Ethernet-basierten Schnittstelle Drive-CLiQ.

05. Oktober 2016

Diese erkennt das elektronische Typenschild des hochpräzisen und robusten neuen Absolutwert-Messsystems. Die minutenschnelle Inbetriebnahme ist bereits seit Markteinführung in Verbindung mit Hiperface und den Rexroth Antrieben IndraDrive möglich. Ergänzt mit der Schnittstelle SSI unterstützt IMS-A somit jetzt ganzheitlich den universellen Einsatz in Werkzeugmaschinen, für additive Fertigungsverfahren und andere Anwendungen mit hohen Präzisionsanforderungen.

Die Kombination von Führen und Messen in einer Baugruppe verringert den mechanischen Montageaufwand in der Maschine erheblich. Die Drive-CLiQ-Schnittstelle verkürzt jetzt zusätzlich die elektrische Inbetriebnahme beim Einsatz mit Antrieben und Steuerungen von Siemens. Bei dem Plug & Play-Gebersystem legt der Inbetriebnehmer lediglich den jeweiligen Nullpunkt der Maschine und die Messtrecke fest. Neben der Abfrage von Diagnoseinformationen werden auch alle weiteren Informationen aus dem elektronischen Typenschild des IMS-A automatisch übertragen.

Die absolute Position wird mit einer Auflösung von 25 Nanometern übertragen, die Wiederholgenauigkeit ist besser als ± 0,25 Mikrometer. Die integrierte Maßverkörperung ist mit einer Genauigkeit von bis zu ± 3 Mikrometer pro Meter verfügbar und liegt im Bereich von Glasmaßstäben. Anwender können auf einer bis zu 4.500 Millimeter langen Profilschiene mehrere Führungswagen mit IMS-A unabhängig voneinander und ohne Einschränkung bei der Genauigkeit einsetzen. Auch nach einem Spannungsausfall meldet das Messsystem beim Wiedereinschalten ohne Referenzfahrt die exakte Position der Achse.

Das in die Linearführungen integrierte Absolut-Wegmesssystem arbeitet berührungslos und damit verschleißfrei. Auch in Arbeitsräumen mit Kühlschmiermitteln, Staub, Spänen und anderen Verschmutzungen benötigt das IMS-A keine aufwändigen und energieintensiven Sperrlufteinrichtungen. Damit entfallen auch die regelmäßigen Austausch- oder Reinigungsarbeiten, die bei Glasmaßstäben in diesen Umgebungen notwendig sind. Während dieser Zeit sind die Maschinen nicht verfügbar.

Das Messsystem ist unempfindlich gegenüber Magnetfeldern sowie Vibrationen und Stößen und die Sensoren und Auswertelektronik sind geschützt in einem Gehäuse an der Stirnseite des Führungswagens platziert. Konstrukteure sparen damit den Bauraum für externe Messsysteme ein. Mit dem IMS-A ausgerüstete Schienenführungen passen in nahezu allen Fällen ohne konstruktive Änderungen in bestehende Maschinenkonzepte.