Modular integriert

Direktantriebe - Ein System steckbarer Module, das den Aufbau kompakter Maschinensteuerungen in zentraler oder verteilter Form ermöglicht, ist MAG 2.

30. März 2005

Das Steuerungssystem MAG 2 von Ferrocontrol basiert auf dem CAN-Bus als Verbindung zu allen Einheiten. Feld­anschaltungen für Digital­signale sowie Analogsignale mit galvanischer Trennung stehen zur Verfügung. Versorgung und Feldspeisung sind in das System integriert, so daß sie nicht zusätzlich verdrahtet werden müssen. Sicherheitsfunktionen nach EN954-1 Kategorie 3 können durch Hinzustecken einer Baugruppe realisiert werden. Baugruppen zum Direktantrieb von Positionierantrieben sind in Vor­bereitung, versichert der Hersteller.

Möglichst viel integriert

Nach dem Grundgedanken des Systems werden möglichst viele Funktionen in das System integriert, die sonst üblicherweise fast immer hinzuverdrahtet oder anders ergänzt werden müssen. Das bedeutet im Einzelnen: Weniger Verdrahtungsaufwand durch 2- bzw. 3-Leiter-Anschluß; direkt an den Modulen, ist kein Zwischen¬klemmen mehr erforderlich. Außerdem ist das Parallelschalten von Ausgängen zur Leistungserhöhung möglich.

Autonom in der Versorgung

Die Energieeinspeisung an den Modulen entfällt, denn diese werden über die Rückwand mit geschalteter oder ungeschal­teter Spannung versorgt. Hier kann also ohne externe Beschaltung direkt am Modul entschieden werden, welche Ausgänge, zum Beispiel bei Not-Aus, ausgeschaltet werden.

Hohe Packungsdichte

Die Sicherheitsbeschaltung durch ein EMOFF-Modul nach EN954-1 Kategorie 3 ist möglich. Die Netzversorgungen des Steuerungssystems erfolgt mit integrierter USV- Funktionalität. Statuskanäle zur PLC-Software sorgen für besonders einfaches Diagnose- und Fehlerhandling des Systems. Große Vorteile bringen auch die geringen Abmessungen durch die kompakte Bauform. Das bedeutet einfache Einbaumöglichkeiten in externen Schaltkästen mit geringer Bauhöhe (120 mm). Dadurch wird auch eine hohe Packungsdichte erreicht.

Karen Berke, Ferrocontrol

Erschienen in Ausgabe: 02/2005