Modularer und flexibler

Spezial Industrieelektronik

Steckverbinder – Steckverbinder erhöhen die Effizienz der Windenergieanlagen. Zu dieser Aussage steht Harting als vielfältiger Anbieter dieser Komponenten. Das gilt vor allem bei modular aufgebauten Anlagen.

02. Februar 2018

Deutschland propagiert die Energiewende, weg von der Atomkraft, hin zur Nachhaltigkeit. Ausdruck dafür sind 30.000 Windenergieanlagen (WEA), die gut 50.000 Megawatt Strom für Haushalte und Unternehmen produzieren. Für Errichter und Betreiber sind Wirtschaftlichkeit und Effizienz bei Standorterschließung, Aufbau, Betrieb und Wartung der WEA entscheidend.

Darum engagiert sich auch Harting mit seiner Verbindungstechnik stark in diesem Sektor und begleitet so die Transformation der Energie. Das Portfolio reicht von Einzelkomponenten bis hin zu kompletten kundenspezifischen Lösungen und Digitalisierungsstrategien. Das Angebot schließt zudem Beratung und Service mit ein und bildet damit die Basis für langfristig lukrative und sichere Investitionen in dieser Branche.

Die Aufgabe ist anspruchsvoll, denn Windanlagen sind on- wie offshore außerordentlichen Beanspruchungen durch Standort, Klima oder Korrosion ausgesetzt. Gefordert sind höchste Zuverlässigkeit, hochwertige Materialien und große mechanische Robustheit der verwendeten Komponenten. Zudem schaffen eine schnelle Montage, optimale Wartungszyklen sowie ein einfacher Service die Voraussetzungen für eine maximale Werthaltigkeit der Anlagen.

Laut Harting sollen Steckverbinder aus Espelkamp dazu beitragen, die Kosten für Errichtung und Betrieb der WEA zu senken. Das gilt vor allem für modulare Anlagen, die flexibel beim Aufbau sind und deren Komponenten sich schnell austauschen lassen. Steckverbinder unterstützen diese Ziele. Dank Baukasten lassen sie sich gut vorkonfektionieren und erst am Bestimmungsort schnell und problemlos zusammenfügen.

Günstiger bauen

Harting Steckverbinder können den finanziellen und personellen Aufwand bei der Installation und beim Betrieb der WEA begrenzen. An der Schnittstelle zwischen Schleifringkörper und ruhender Nabe etwa laufen über den Schleifring unter anderem die Signale für die Pitch-Systeme, die den Stellwinkel der Rotorblätter festlegen. Eine steckbare Lösung aus Han-Modular Kontakteinsätzen und Han-Modular Gelenkrahmen sollen gegenüber einer Festverdrahtung große Vorteile bieten: Der Schleifringkörper lässt sich schneller austauschen, die Stillstandzeit verkürzt und der Umsatzausfall verringert sich. Und im Wartungsfall lässt sich der Schleifringkörper ohne Eingriff in das Pitch-System auswechseln, ohne Verbindungsleitungen demontieren zu müssen.

Ebenso einfach lassen sich die Antriebe für die Rotorblattverstellung, die Blattheizung, die Befeuerungsanlagen und die Windnachführung sowie die Generatorbremsen anschließen. Aufwendige Verdrahtung entfällt. Im Wartungsfall sind verschlissene Teile ohne Komplikation und zügig per Plug-and-play zu ersetzen. Steckverbinder erleichtern nicht zuletzt die Arbeit der Aufbaumonteure, die Komponenten mitunter in schwer zugänglichen Winkeln von Gondel und Turm anbringen müssen.

Viele WEA-Typen verwenden ein Getriebe, um Drehzahl und Drehmoment zwischen Rotor und Generator abzustimmen und so den Wirkungsgrad zu optimieren. Steckverbinder beschleunigen auch hier die Installation: Mit vorkonfektionierten Kabeln und Steckverbindern mit hohem Schutzgrad wie Han-Eco, Han HPR oder Han M soll es möglich sein, die erforderlichen Verbindungen zwischen den Getriebeteilen schnell zu erstellen.

Bei der Turmbeleuchtung lassen sich die Energiebusse in den Turmsegmenten vorinstallieren; auf der Baustelle müssen die Monteure nur noch die Segmente zusammenstecken. Auch das Innenleben von WEA-Leistungsschränken wird durch Steckverbinder leichter handhabbar. Statt der üblichen Festverdrahtung empfehlen sich steckbare Lösungen aus den Han-Baureihen B, Eco, Com, E und Modular.

Schneller installieren

In allen Fällen verringert der Einsatz von Steckverbindern den finanziellen und zeitlichen Aufwand. Sie beschleunigen die Installation und erhöhen die Modularität einer WEA, senken Investitions- und Betriebskosten und bieten Optionen für die Optimierung und Modularisierung der Leistungsschränke. Zudem würde die Aufbaulogistik von Onshore-Anlagen mit einer durchschnittlichen Leistung von 3,3 Megawatt ohne modulares Design inklusive Steckverbinder schnell an ihre Grenzen gelangen. Wirtschaftlich amortisiert sich der Einsatz von Steckverbindern durch Zeitgewinn und Kostenreduktion in der Regel bereits binnen weniger Jahre.

Darüber hinaus fertigt Harting LED-Beleuchtungssysteme als ganzheitliche Systemlösungen mit steckbarem Geräteanschluss, konfektionierten Leitungen, Verteilereinheiten und, bei Bedarf, unterbrechungsfreier Spannungsversorgung. Die Leuchten können in der Anlage so platziert werden, dass ihre Gesamtzahl gering bleibt und die Energiekosten sinken.

Harting bietet speziell für WEA auch hochpräzise Messwandler, die Anzeigegeräten wie Stromzählern und Spannungsmessern vorgeschaltet werden können. Auf Wunsch kann das Unternehmen seine Messwandler auch eigens von einer staatlich anerkannten Stelle eichen lassen, um damit die Präzision eines Mess- und Abrechnungsverfahrens, das die Geräte nutzt, zusätzlich zu unterstreichen.

Der Elektronikspezialist erforscht und produziert – teils eigenständig, teils in Zusammenarbeit mit WEA-Herstellern – Konzepte, Komponenten und individualisierte Angebote für die spezifischen Anforderungen an Land und auf See. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Steckverbinderlösungen für die zunehmende Digitalisierung der Anlagen, unter anderem in den Bereichen Faseroptik und Sensorik. mk

Auf einen Blick

Harting ist mit seinen Steckverbindern in WEA vielfach vertreten. Zum Einsatz kommen die Han-Baureihen B, Eco, Com, E und Modular als Ersatz für eine Festverdrahtung und vorkonfektionierte Produkte mit hohem Schutzgrad wie Han-Eco, Han HPR oder Han M.

Erschienen in Ausgabe: 01/2018