Insgesamt 976 Aussteller (2018: 974) aus 32 Ländern waren nach Stuttgart gekommen, um den 35.165 Messebesuchern (2018: 34.725)in insgesamt sechs Messehallen Neuheiten aus den Bereichen Produktions- und Montageautomatisierung sowie Fügen und Verbinden zu präsentieren. Highlight war in diesem Jahr der integrative Themenpark Arena of Integration (AoI) in Halle 6: 36 Unternehmen gaben mit 29 vernetzten Usecases konkrete Antworten auf aktuelle Fragen zu intelligenten Produktions- und Prozessketten in Verbindung mit digitalen Applikationen.

„Connectivity“ als umgesetzte Praxis

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„Die Welt-Leitmesse Motek im Herzen des Mittelstands ist für die Arena of Integration der richtige Ort zur richtigen Zeit, um vernetzte Industrie 4.0 praxistauglich zum Anfassen zu präsentieren“, sagte Senator E.h. Wolfgang Wolf, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Landesverbands der Baden-Württembergischen Industrie (LVI). Von Anfang an war er von der „super und hochaktuellen Idee“ begeistert und ließ sich auf der Messe mit großem Interesse die AoI-Fertigungsinseln zeigen.

Tatsächlich hat der Messeveranstalter P. E. Schall in Kooperation mit dem Landesnetzwerk Mechatronik Baden-Württemberg mit der AoI einen Meilenstein gesetzt und aufgezeigt, wohin die Reise bei industriellen Fertigungsprozessen geht: Digitalisierung erfordert Vernetzung, ganzheitliches Engineering und kooperative Projektumsetzung.

Innovativer Ansatz am richtigen Ort zur richtigen Zeit

„Die Arena of Integration ist das beste Beispiel dafür, dass deutsche Technologieunternehmen vor allem dann Weltspitze sind, wenn sie sich vernetzen und gemeinsam auftreten. Was wir auf der Arena erleben können, ist nicht nur ein einzigartiger und innovativer Ansatz der Messegestaltung. Es ist zugleich der Schlüssel dafür, wie sich deutsche mittelständische „Hidden Champions“ in Zukunft international platzieren können. Das Messeunternehmen P. E. Schall hat in bemerkenswerter Weise die Chance nicht nur erkannt, sondern auch aktiv mit der Arena of Integration ergriffen“, erklärte Thomas Bonschab, Managing Director TiNC International GmbH und designierter Vorstand Deutsche Gesellschaft für Internationalen Technologietransfer (DGIT).

Komplementäre Kompetenz genutzt

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Heldele Automation aus Salach war in diesem Jahr als Aussteller deshalb zur Motek gekommen, weil die AoI ins Leben gerufen wurde. „Diese Kooperation ist auf beste Füße gestellt“, konstatierte Geschäftsführer David Pietsch. „Echt positiv überrascht von den gezielten Anfragen“ an den Stationen der AoI äußerte sich Gerald Loser, Leiter Vertrieb und Personalentwicklung bei Heldele Mechatronik in Lenningen: „Hier haben Kunden schon konkrete Anfragen gestellt.“ Auch Philipp Echteler, zuständig für Digitalisierung und IIoT bei Balluff, äußerte sich hocherfreut: „Das Netzwerk hier ist toll. Alle haben hier Lust drauf!“

Die AoI im Rahmen der Motek hatte schon im Vorfeld der Messe für Beachtung gesorgt, sodass sich viele Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft einen Besuch in ihren Kalendern vorgemerkt hatten. Auch eine Abordnung aus dem Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg, nahm am Donnerstag die AoI persönlich in Augenschein: „Die Arena ist eine gewinnbringende Plattform für die Vernetzung der Akteure untereinander, “ sagte sie anerkennend während des Rundgangs.

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Thomas Kathöfer, Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF), die die „Industrielle Gemeinschaftsforschung“ (IGF) und das „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM) in enger Zusammenarbeit mit dem BMWi betreut, brachte seinen Eindruck von der AoI auf den Punkt: „Die Arena ist wirklich ein Volltreffer!“ Sie sei ein vielversprechendes Format, um die facettenreichen Herausforderungen bei der Digitalisierung von Unternehmensprozessen zu bewältigen. „Hier zeigt sich in überzeugender Weise: Die smarte Vernetzung zukunftsträchtiger Lösungskonzepte von Akteuren mit komplementären Kompetenzen ist der Königsweg zum Innovationserfolg.“

AoI weckt internationale Aufmerksamkeit

Mehrere ausländische Delegationen, darunter Besucher auch aus dem fernen Brasilien, suchten beim Rundgang in der AoI Antworten auf Fragen nach modernen künftigen Fertigungsprozessen. Eine Gruppe aus der Türkei mit Vertretern aus Industrie und Ausbildungsinstituten war über die Webseite der AoI auf den Themenpark aufmerksam geworden und eigens deshalb zur Motek angereist. Ihr Interesse galt u. a. der Energieeffizienz und Ressourceneinsparung bei der Fertigung. Den Nutzen fassten die Gäste wie folgt zusammen: „Fachbesucher finden hier praxisnahe Themen-Vernetzung und realitätsnahe Prozessabläufe vor, die nirgendwo sonst in dieser ganzheitlichen Form präsentiert werden“.

Jede Menge Neuheiten

Die Aussteller des Messedoppels Motek/Bondexpo hatten viele brandaktuelle Neuheiten für ihre Fachbesucher vorbereitet: vom Labor-Förderband für LED-UV-Anwendungen über neue Linearmotorenkonzepte, Machine-Vision-Systeme, Greiferkonzepte und Schraubtechnologien bis hin zu neuen Cobots. Erneut stellte das Messekonzept unter Beweis, dass die Motek die Branchenveranstaltung zum Thema Produktions- und Montageautomatisierung schlechthin ist.

Fachbesucher erhalten weltweit auf keiner anderen Fachmesse einen solch umfassenden Überblick im Bereich der sich rasch verändernden Prozess-Automatisierung. Dass auch die Digitalisierung und folglich Veränderungen in der Klebtechnologie „von extrem hoher Relevanz“ ist, unterstrich Professor Bernd Mayer vom Fraunhofer-Institut IFAM Bremen, das schon seit 13 Jahren zu den Ausstellern gehört und die Motek/Bondexpo als die exakt passende Plattform nutzt.

Die nächste Motek/Bondexpo flankiert vom Themenpark AoI findet vom 5. bis 8. Oktober 2020 statt.