Multiphysik entdeckt

Nach längeren Erfahrungen mit einem in das CAD integrierten FEM-Tool wechselte der Automobilzulieferer Klubert + Schmidt zu Ansys AIM. Dadurch konnte das Unternehmen leicht FEM mit Strömungssimulation kombinieren.

20. April 2016

Eigentlich suchten die Produktentwickler von Klubert + Schmidt eine in ihr CAD-System integrierte Simulationssoftware zur Strömungsanalyse. Nach einer Demonstration von Ansys AIM durch CADFEM entschied man sich für diese weiterführende Software. Bisher wurden beim Spezialisten für Abgasklappen und Abgasrückführungsventile lediglich konstruktionsbegleitende strukturmechanische Berechnungen mit einem CAD-integrierten Simulationstool durchgeführt. Strömungsanalysen vergab Klubert + Schmidt an externe Dienstleister. Ansys AIM sollte die Entwickler in die Lage versetzen, auch die CFD-Simulation selbst durchzuführen.

Ansys erleichtert dies, weil die Software verschiedene Physikdomänen direkt miteinander verknüpft, ohne auf das sonst teilweise schwierige und aufwendige Mapping zwischen den einzelnen Physikdomänen angewiesen zu sein. „Trotz unserer anfänglichen Skepsis – bezüglich zu hoher Komplexität, des erforderlichen Spezialistenwissens und des notwendigen Arbeits- und Kostenaufwandes – haben wir sehr schnell die überzeugenden Vorteile von Ansys AIM erkannt“, so Richard Krellner, Konstruktionsleiter bei Klubert + Schmidt. „Dazu gehört die intuitive Bedienung, die einfach ergänzbaren Workflow-Templates, die gute Benutzerführung und Übersichtlichkeit der gesamten Lösung, aber auch der integrierte Geometriemodellierer SpaceClaim und das attraktive Preis/Leistungs-Verhältnis.“

Mit Ansys AIM sollen auch Techniker und Ingenieure ohne spezielles Simulationswissen in der Lage sein, bei ihrer täglichen Konstruktions- und Entwicklungstätigkeit Simulationen zu nutzen. Das bestätigte sich bei Klubert + Schmidt schon in der Einführungsphase, wo man auf eine Standardschulung verzichtete. Stattdessen wurde eine anwendungsbezogene, firmenspezifische Schulung inklusive Pilotprojekt von CADFEM vorbereitet und mit sechs Konstrukteuren des Automobilzulieferers durchgeführt. Unter anderem wurde hierbei das Verhalten einer Gasstromregeleinheit von Klubert + Schmidt untersucht.

„Mit den neuen Möglichkeiten der Produktsimulation können wir nun sowohl die gestiegenen internen Anforderung an die Produktentwicklung besser erfüllen als auch die vermehrten Nachfragen unserer Kunden hinsichtlich komplexer Multiphysik-Berechnungen noch detaillierter beantworten“, betont Richard Krellner, „und das sogar auch mit Standard-CAD-Rechnern, nachdem wir deren Arbeitsspeicher erweitert haben.“