Nanopräzise messen

Wittenstein erweitert seinen Markenkern um das Kompetenzfeld der nanopräzisen Messtechnik für den Hochleistungsmaschinenbau und zeigt in Hannover den industrietrauglichen, im Sub-Nanometerbereich auflösenden Messsensor IDS3010.

28. April 2017

Der extrem kompakte und hochdynamische IDS3010 ist ein berührungslos arbeitender, interferometrischer Messsensor für den Maschinenbau. Er übertrifft bisher verfügbare Sensortechnologien dieser Art in Präzision, Schnelligkeit und Industrietauglichkeit bei weitem.

So kann der IDS3010 bei einer Messbandbreite von zehn Megahertz Objekte in bis zu drei Achsen mit einer Geschwindigkeit von zwei Metern pro Sekunde simultan verfolgen. Dabei erreicht der Sensor – bei Arbeitsabständen von bis zu fünf Metern – eine Positionsauflösung von 10-12 Metern. Solche Messgenauigkeiten waren bisher im industriellen Umfeld undenkbar.

Eingesetzt werden kann der Sensor unter anderem zur Kalibrierung von Werkzeug- und Koordinatenmessmaschinen, zur Vibrationsmessung von Fertigungsanlagen, für hochpräzise In-Line-Prozesskontrollen und Verstelltechnik, für Rundlaufmessungen von Motor-, Kurbel- und Nockenwellen sowie für ultrapräzise Pick-and-place-Robotik- Anwendungen wie in der Halbleiterindustrie.

Da die Messköpfe absolut nicht invasiv sind, kann der Sensor auch unter extremen Bedingungen, wie Ultrahoch-Vakuum, sehr hohen oder niedrigen Temperaturen und radioaktiver Strahlung eingesetzt werden. Zielmärkte sind neben dem Maschinenbau insbesondere die Mikrofertigungstechnik und die Halbleiterindustrie. Vielfältige Demonstrationsmodelle auf dem Messestand machen die nanopräzise Messtechnik erlebbar.