Neu im Engineering

Aucotec zeigt auf der SPS IPC Drives Neuigkeiten für das Anlagen-Engineering und Industrie 4.0.

18. September 2015

Auf der Fachmesse SPS IPC Drives 2015 (24.–26. November in Nürnberg) präsentiert Aucotec eine Umsetzung der Norm IEC 81346 mit der Engineering Base. Hierbei geht es um die Beschreibung und Klassifizierung von Anlagen, was z.B. bei der Projektierung und bei Ausschreibungen international verwendet wird. Die IEC 81346 schreibt den Aufbau einer Anlage als Objektmodell mit den drei unabhängigen Sichten „Produkt“, „Funktion“ und „Aufstellungsort“ vor.

Aucotec ist es nun nach eigener Angabe als erstem Anbieter gelungen, diese Sichten nicht nur grafisch abzubilden, sondern auch rein alphanumerisch und in voller Tiefe bearbeitbar zur Verfügung zu stellen. Der Umweg über die Grafik soll mit der neuesten Version EB 6.6 überflüssig werden. Eine zweite Symbolbibliothek ist nicht nötig. Das System nutzt die vorhandenen, zentral verwalteten Symbolkonfigurationen, die sich bei Bedarf an die IEC anpassen lassen, parallel aber auch in anderen Standards verwendbar sind. Außerdem ermöglicht die Engineering Base die Übernahme externer oder geänderter Projekte in ein IEC-Objektmodell. So lässt sich zum Beispiel ein zugelieferter Schaltschrank inklusive seiner eingebauten Geräte in die Ortsstruktur einordnen.

Die zweite Neuheit von Aucotec zur SPS IPC Drive ist der Web Communication Server. Mit dem können externe Systeme direkt mit der Engineering Base kommunizieren. So geben ERP oder EDM/PDM-Systeme ihre Daten direkt an die Business-Logik von EBs Mehrschicht-Architektur weiter. Das soll sicherstellen, dass die Engineering Base Informationen jederzeit mit anderen Systemen ohne Nutzer-Interaktion austauschen kann. Eine solche M2M-Kommunikation ist eine der Voraussetzungen für Industrie 4.0 im Engineering. Mobiler Zugriff auf die Engineeringdaten über etablierte Webstandards macht außerdem Funktionen wie „Predictive Maintenance“ (vorausschauende Wartung) möglich ohne Umweg über Client-Applikationen.