Neue ATX-Netzgeräte

Besser muss nicht teurer sein

13. Januar 2011

Je nach Kundenwunsch stehen für die Stromversorgung von CompactPCI-Systemen zwei Netzgerätetypen zur Verfügung: Ein steckbares Netzgerät im 19“-Formfaktor mit einer Ausgangsleistung von 250 W und rückseitigem IEC-Kaltgerätenetzeingang oder als preiswertere Variante ein ATX-Netzgerät mit 300 W. ATX-Netzgeräte werden vorwiegend im Office-PC-Bereich eingesetzt, sind aber auch für viele Industrie-Anwendungen geeignet.

Ab sofort bietet Schroff eine neue ATX-Netzgerätefamilie an und alle CompactPCI-, CompactPCI PlusIO- und CompactPCI Serial-Systeme werden damit ausgerüstet werden. Durch den genormten Formfaktor und das zu 95 % identische Frontdesign der ATX-Netzgeräte, zeigen sich die Unterschiede zum Vorgänger-Netzgerät vor allem bei den verbesserten technischen Werten. Die Preise bleiben jedoch unverändert.

Der Wirkungsgrad der neuen ATX-Netzgeräte liegt trotz des größeren Temperaturbereichs von -10 bis +70 °C (bisher: 0 bis +50°C) bei über 75 %. Außerdem ist der Überspannungsschutz mit 4 KV (bisher: 1,5 KV) wesentlich höher. Die MTBF-Werte sind mit 100.000 h bei 50°C ebenfalls besser als beim Altgerät (50.000 h bei 25°C). Dies wird u. a. durch den Einsatz kugelgelagerter Netzgeräte-Lüfter erreicht. Der Lüfter mit Tachosignal regelt die Drehzahl und damit auch den Geräuschpegel basierend auf der Umgebungstemperatur. Die Signalisierung bei Lüfterstörung oder -ausfall erfolgt über eine Schnittstelle direkt zu den Boards. Zusätzlich weisen die eingebauten Kondensatoren, die bis +105°C belastbar sind (vorher: +85°C), eine längere Lebensdauer auf. Auch die Verbindung von Netzgerät und Backplane ist bei den neuen Geräten komfortabler. Der bisher notwendige Adapterkabelbaum zwischen ATX-Kabelbaum und Backplane ist jetzt überflüssig. Der ATX-Kabelbaum wird nun mit Ringösen direkt mit der Backplane verschraubt.

Folgende Ströme und Spannungen stehen für die CompactPCI-Systeme zur Verfügung: 3,3 V/28 A, 5 V/35 A, +12 V/22 A, -12 V/0,8 A. Die Stromstärke bei 5 V wurden von 30 A auf 35 A erhöht und bei +12 V werden nun 22 A anstelle 15 A geboten. Die ersten beiden Spannungen (V1 + V2 = 210 W; vorher 180 W) können nun stärker belastet werden.