Zu den neuen Materialien zählen Antero 840CN03 für den 3D-Drucker Fortus F900 sowie Diran 410MF07 und ABS-ESD7 für den 3D-Drucker F370. Diese Thermoplaste erfüllen laut Anbieter die Anforderungen in der Automobil- sowie in der Luft- und Raumfahrtbranche. Zudem eignen sie sich auch für die Entwicklung moderner 3D-gedruckter Hilfsmittel, Vorrichtungen, Werkzeuge, Prototypen und Produktionsbauteile.

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Bei Antero 840CN03 handelt sich um das zweite PEKK-Polymer im Stratasys Portfolio. Es basiert auf den Hochleistungspolymer Antero und nutzt die PEKK-Technologie Kepstan von Arkema, einem strategischen Partner von Stratasys. Die Zusammensetzung des neuen Materials Antero soll hochspezifische Werkzeuge und Bauteile mit einheitlicher elektrostatischer Entladung (ESD) hervorbringen und ist ideal für den Druck von äußerst hitze- und verschleißbeständigen sowie chemisch resistenten Bauteilen mit extrem geringer Ausgasung.

Mit dem neuen Material Antero mit ESD-Eigenschaften lassen sich stabile und zugleich leichte Bauteile für Rahmen, Verkleidungen und Komponenten fertigen. Damit eignet es sich für Anwendungen im Bereich Luft- und Raumfahrt und für industrielle Anwendungen. Auch Stratasys Direct Manufacturing, die Abteilung für Auftragsfertigung des Unternehmens, nimmt das Material in sein umfassendes Materialangebot auf.

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»Die Herstellung von Raumfahrzeugen stellt hohe Ansprüche an die Entwicklung von Bauteilen mit geeigneten Merkmalen«, erläutert Brian Kaplun, Senior Manager for Advanced Manufacturing bei Lockheed Martin Space. »Zu den Herausforderungen zählen, neben anderen physikalischen und mechanischen Merkmalen, eine geeignete elektrostatische Ableitung. Die Eigenschaften von Antero hinsichtlich Ausgasung und elektrostatischer Ableitung entsprechen unseren Anforderungen an ein stabiles und zugleich leichtes Material für die additive Fertigung.«

Diran ist ein von Stratasys entwickeltes, auf Nylon basierendes, Material für äußerst widerstandsfähige Werkzeuganwendungen für die Stratasys F370. Der neue FDM-Thermoplast bietet Herstellern ein äußerst festes Material mit geringer Reibung – und zugleich Resistenz gegenüber Chemikalien auf Kohlenwasserstoffbasis und eine glatte Oberfläche mit geringem Gleitwiderstand. Diran ist fest genug, um dem oftmals rauen Umgang mit Werkzeugen bei der Fertigung standzuhalten.

ESD-sicheres Material jetzt auch für den F370

Der Thermoplast ABS-ESD7, der bisher nur für die Stratasys Fortus-3D-Drucker verfügbar war, wurde für elektrostatisch empfindliche Anwendungen entwickelt, um zu verhindern, dass es zu einer Entladung kommt oder dass andere Materialien wie Puder, Staub oder kleine Teilchen angezogen werden. Durch die Erweiterung der Produktionsmaterialien für die Stratasys F370 können Anwender diese bei der Erstellung von Prototypen sowie bei Fertigungsanforderungen für kostengünstige und hochgradig flexible Bauteile nutzen. ABS-ESD7 ist ein kostengünstiges, ESD-sicheres Material für eine benutzerfreundliche Plattform, die reproduzierbare und genaue Bauteile erstellt und somit ideal für die Herstellung von Fertigungswerkzeugen ist.

»In Produktionsumgebungen kommt 3D-Druck immer öfter zum Einsatz. Ingenieure und Designer tun sich jedoch mit Thermoplasten schwer, die den extremen Anforderungen fertigungsbasierter Anwendungen nicht gerecht werden«, sagt Adam Pawlowski, Vice President of Manufacturing Solutions bei Stratasys. »Unsere Thermoplaste können diese Hindernisse aus dem Weg räumen und sorgen dafür, dass bei Fertigungsprozessen 3D-Druck immer stärker genutzt wird. Die Anwender können schneller entwickeln und gestalten sowie die mit herkömmlichen Ansätzen oftmals verbundenen Kosten reduzieren.«