Neue Variante der CSS-Technologie

Sicherheitssensor mit paarweiser Codierung von Schmersal

09. Juni 2009

Der Manipulationsschutz ist nach wie vor ein Thema in der Maschinensicherheit. Dies gilt spätestens, seit eine BGIA-Studie gezeigt hat, dass in rund einem Drittel von 1000 befragten Betrieben die Schutzeinrichtungen von Maschinen und Anlagen manipuliert sind.

Der beste Manipulationsschutz besteht zweifellos in der optimalen Integration der Schutzeinrichtungen in die Abläufe der Produktion bzw. der Maschine. Wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, wird der Bediener keinen Anreiz zur Manipulation verspüren.

Aber auch auf der Geräte-Ebene kann man vorsorgen. Bei mechanischen Sicherheitsschaltern nutzt man daher individuell codierte Betätiger. Bei berührungslos wirkenden Sicherheits-Sensoren gibt es ebenfalls Versionen mit codierten Magneten, bei denen der Sensor z. B. nicht auf konventionelle Magnete anspricht. Und für die von Schmersal entwickelte CSS-Technologie steht jetzt eine Ausführung zur Verfügung, bei der Sensor und Target paarweise aufeinander abgestimmt sind.

Diese paarweise Codierung verhindert, dass ein Sensor auf den Betätiger eines anderen CSS-Sensors reagiert. Technisch ist das etwas anspruchsvoller zu realisieren als bei konventionellen magnetischen Sicherheits-Sensoren, weil bei der CSS-Technologie Sensor und Target miteinander bidirektional kommunizieren.

Schmersal hat diese Aufgabe mit dem CSP 34 gelöst. Dieser bietet dieselben Vorteile wie der bekannte CSS 34: Sein würfelförmiger Querschnitt erlaubt die einfache Montage an den üblichen Profilbausystemen. Bis zu 31 Sicherheits-Schaltgeräte können in Reihe geschaltet und über einen gemeinsamen Sicherheitsbaustein ausgewertet werden, unter Beibehaltung der Steuerungskategorie 4 und bis zu SIL 3 oder Performance Level „e“. Und die Geräte erlauben nicht nur einen großen Schutztürversatz. Sie erkennen diesen Versatz und geben eine Warnmeldung aus, so dass der Bediener die Schutztür justieren kann, bevor die Maschine einen Fehler im Sicherheitssystem erkennt und stillsteht.