Neuentwicklung von Schroff

CompactPCI und CompactPCI Plus in einem System

26. März 2009

CompactPCI Plus ist die Weiterentwicklung von CompactPCI und die PICMG 2.30 CPLUS I/O-Spezifikation ermöglicht einen „weichen“ Migrationspfad von CompactPCI in die Zukunft der seriellen Protokolle. Beide Spezifikationen, aktuell jeweils noch Drafts, sind die konsequente Weiterführung von CompactPCI mit Unterstützung der aktuellen Datentransport-Mechanismen PCI-Express (PCIe), SATA, USB II & III und Ethernet Base-T.

Schroff hat nun ein System inklusive Backplane entwickelt, das als Hybrid-System sowohl für CompactPCI als auch CompactPCI Plus nutzbar ist. Da viele Anwendungskarten noch auf CompactPCI basieren, aber neue Entwicklungen zukünftig auf dem CompactPCI Plus aufsetzen, ist die Möglichkeit einer gemischten Bestückung in einem System vorteilhaft.

Der mechanische Aufbau des Hybrid-Systems entspricht dem ebenfalls neu entwickelten 8 Slot CompactPCI-System 3+1 von Schroff mit integrierter 1 HE-Lüfterschublade. Zur Stromversorgung ist ein 19“-Netzgerät mit einer Ausgangsleistung von 250 W und rückseitigem IEC-Kaltgerätenetzeingang integriert.

Die eingebaute Hybrid-Backplane stellt im linken Bereich herkömmliche CompactPCI-Slots und im rechten Bereich CompactPCI Plus-Slots zur Verfügung. Der in der Mitte positionierte PICMG 2.30 CPLUS I/O-Slot führt beide Welten zusammen. Die peripheren CompactPCI Plus-Slots benötigen, im Gegensatz zu CompactPCI, nur einen relativ kleinen, kostengünstigen Steckverbinder mit sechs Kontaktreihen. Er überträgt Power, High speed-Signale und, soweit genutzt, Kontroll- und Steuerleitungen. Das auf der PICMG 2.30 CPLUS I/O basierende System kann, wie bisher üblich, bis zu 7 parallele periphere Slots unterstützen und bis zu 4 serielle periphere CompactPCI Plus-Slots. Die Begrenzung auf 4 Slots rührt von der zur Verfügung stehenden Anzahl von Kontakten im P2-Steckverbinder her. Allerdings kann auch hier die Zahl der Steckplätze bei Bedarf erweitert werden.