Neuer Batterieladegleichrichter von Eltek Valere

Industrielle Anwendungen werden durch die hohe Leistungsdichte des neuen Lademoduls möglich

13. November 2007

Neu im Programm bei der Eltek Valere Industrial GmbH (ehemals Convertronic GmbH) ist der getaktete Gleichrichter PSR327 für den Einbau in 19’’-Baugruppenträger. Das Gerät, Nachfolger der Typenreihe PSS30, leistet 2700 W bei einer Gleichspannung von 24, 48, 60, 110 oder 220 V. Durch die hohe Leistungsdichte des neuen Lademoduls sind auch industrielle Anwendungen möglich. Der PSR327 kann sowohl als Einzel- als auch als Teilmodul eines komplexeren Systems mit einer übergeordneten Zentraleinheit eingesetzt werden. Dank der sehr kompakten Bauweise ist der Anwendungsbereich für dieses Lademodul im Vergleich zu den vorherigen Modellen stark erweitert worden, speziell die Spannungsebenen 24 V, 110 V und 220 V. Die Leistungsfähigkeit des Gerätes wird auch den entsprechend hohen Bedürfnissen in industriellen Anwendungen vollkommen gerecht. Der PSR327 kommt in größerer Stückzahl in Umspannwerken, Kraftwerken, in der Bahnleittechnik sowie im Offshore-Bereich bei Öl- und Gasförderung zum Einsatz.

Der CAN-Bus macht den Unterschied

Wie alle Module aus dem Hause Eltek Valere Industrial verfügt der PSR327 über eine CAN-Bus-Schnittstelle und kann somit - in Systemen mit mehreren Modulen - mit einer Steuer-, Überwachungs- und Meldeeinheit kommunizieren. Der Vorteil eines Bus-Systems liegt auf der Hand: Wo herkömmliche Systeme Störungen nur über Sammelstörrelais dem Anwender signalisieren, wird eine Störung eines am Bus angemeldeten Moduls direkt an die entsprechende Zentraleinheit gemeldet und dort visualisiert. Der Anwender sieht sofort, welches Gerät die Störung aufweist, und kann entsprechende Maßnahmen ergreifen. Durch den Einsatz einer Modembaugruppe oder eines SNMP-Modules können diese Daten zudem online an eine Leitstelle übermittelt werden. Eine lückenlose Überwachung bis auf Modulebene ist somit möglich.

Die Anmeldung eines neuen Moduls an den CAN-Bus ist simpel: Jedes Einzelmodul meldet sich selbst an, sobald es über den rückseitigen Steckverbinder im 19"-Rack an das bestehende System angeschlossen wird. Umständliches Konfigurieren des gesamten Systems ist nicht nötig. Bei einem Ausfall oder einer Unterbrechung des Bus-Systems arbeiten die Module mit den festgelegten internen Defaultwerten weiter. Über den CAN-Bus können auch Firmware-Updates während des Betriebs an den Gleichrichter übertragen werden.

Echtes Hot-Plug-In

Die Geräte können aus dem System ohne ein Abschalten, was oftmals mit Kosten verbunden ist, entnommen oder hinzugefügt werden. Um die Leistungsfähigkeit zu erhöhen, können bis zu vier Module in einen 19"-Baugruppenträger eingesetzt werden. Insgesamt können 48 Einheiten innerhalb eines Systems verwaltet werden. Doch auch in Anlagen und Teilsegmenten, die nicht über einen CAN-Bus verbunden sind, lässt sich der PSR327 ohne Probleme integrieren. Ein Betrieb als Stand-Alone-Gerät ist selbstverständlich möglich. Die Ausgangskennlinie des PSR327 ist leistungsgeregelt. Die Kühlung des Lademoduls erfolgt über einen temperaturgesteuerten und überwachten Lüfter. Der Luftstrom tritt über die Frontblende in das Gehäuse ein und wird nach hinten über die Rückwand des Moduls nach außen abgegeben. Auf der Frontseite befinden sich 4 LEDs zum Anzeigen des jeweiligen Betriebszustandes.

Die Eingangsspannung des PSR327 beträgt 230 VAC bei einer Toleranz von +/-20% und einem Frequenzbereich von 47-63 Hz. Das Lademodul arbeitet in einer Umgebungstemperatur von -20 °C bis +55 °C. Die Ausgangsspannung ist bei einer Leistung von 2700 W zwischen 1,7 und 2,5 V/Zelle - bezogen auf Bleibatterien - parametrierbar. Neben der Standardversion ist der PSR327 auch als Ladegerät für NiCd-Batterien lieferbar.

Alle Anschlüsse des Lademoduls sind über eine DIN41612-Steck-verbindung realisiert. Natürlich werden beim PSR327 wie bei allen anderen Modulen auch die gängigen EN-Sicherheits- und EMV-Normen erfüllt.