Neuer Drehgeber mit Optolink-Interface

Drehgebervariante mit Optolink-Ausgang

09. Dezember 2010

Windkraftanlagen ohne Drehgeber sind heute undenkbar, denn sie regeln die Blattverstellung, messen die Rotor- und Turmposition und erfassen die Generatordrehzahl. Diese unscheinbare Komponente kann zum Ausfall Ihrer gesamten Anlage führen. Zuverlässigkeit hat hier oberste Priorität. Bedingt durch den Aufbau der WEA beträgt die Leitungslänge zwischen Drehgeber und Umrichter oft 120m und mehr. Nun kann es durch Potentialverschiebung oder Blitzeinschlag zu Signalverschleppung oder Überspannungsproblemen kommen.

Diese Thematik hat Leine & Linde aufgegriffen und präsentiert in der neuen Baureihe 800 erstmals eine Drehgebervariante mit Optolink-Ausgang. Alle 6 Kanäle des Drehgebers inklusive des Status-Signals werden über eine Lichtleitfaser mit 62,5um zum Umrichter übertragen. Im Umrichter-Schaltschrank wird das optische Signal über den Optolink-Receiver wieder in HTL oder RS 422 gewandelt. Somit ist eine störungsfreie Signalübertragung gewährleistet, Potentialprobleme eliminiert und der Verdrahtungsaufwand minimiert.

Es sind viele kleine Details, die die Zuverlässigkeit des Drehgebers beeinflussen. Durch den Einsatz von Hybridlagern wird eine Verdoppelung der Lebensdauer erwartet. Ein Temperaturbereich von -40°C bis +80°C stellt sicher, dass Ihre Anlage am Nordkap so zuverlässig funktioniert wie auf dem spanischen Festland. Verschiedene Hohlwellenausführungen machen den Drehgeber auch an bestehenden Applikationen universell einsetzbar.