Neuer Steuerkopf für Prozessarmaturen

Bürkert komplettiert sein Geräteprogramm zur dezentralen Automatisierung von Prozessarmaturen

12. August 2011

Der Steuerkopf Typ 8681 wurde speziell für die dezentrale Automatisierung von hygienischen Sitzventilen, Klappen und Kugelhähnen entwickelt. Er ergänzt die Bürkert Element-Ansteuerungsreihe von Steuerköpfen, digitalen Positionern und Prozessreglern für Membran-, Schrägsitz- und Geradsitzventilen und komplettiert das Automatisierungsportfolio für die Getränke-, Lebensmittel- und Pharmaindustrie.

Bürkert präsentiert mit dem Typ 8681 einen neuen Steuerkopf, der speziell für die dezentrale Automatisierung von pneumatisch betätigten hygienischen Prozessventilen optimiert wurde. Er ist universell adaptierbar und kann mit allen handelsüblichen Ventilbauformen wie Klappen, Kugelhähnen sowie Ein- und Doppelsitzventilen kombiniert werden. Da sich der Steuerkopf sehr gut reinigen lässt, einen praxisbewährten IP-Schutz besitzt und aus chemisch beständigen Werkstoffen besteht, ist er speziell für den Einsatz in Hygieneanwendungen geeignet. Im Rahmen dezentraler Automatisierungskonzepte übernimmt der 8681 dort als zentrale Einheit die komplette pneumatische Ansteuerungs-, Rückmelde- und Diagnosefunktion bis hin zur Buskommunikation. Je nach Prozessventil können dabei bis zu drei pneumatische Antriebskammern unabhängig voneinander angesteuert werden.

Die zugehörigen Schaltstellungen des Prozessventils werden vom Steuerkopf über einen induktiven, analog arbeitenden Wegaufnehmer erfasst und an eine übergeordnete Steuerung rückgemeldet. Nach der Montage des Steuerkopfes auf den Ventilantrieb werden diese Schaltstellungen von einer Teach-In-Funktion zuverlässig und schnell automatisch ermittelt – manuelle Einstellarbeiten können hierdurch entfallen. Eine vierte Schaltstellung kann zusätzlich über einen extern montierten induktiven Näherungsschalter eingelesen werden.

Die Schaltgeschwindigkeit jeder Antriebskammer lässt sich über die im Pilotventil integrierte Drosselfunktion individuell für beide Bewegungsrichtungen einstellen. Ein Rückschlagventil vermeidet darüber hinaus rückdruckbedingte Fehlschaltungen der Prozessventile. Unabhängig von der Spannungsversorgung kann jedes Pilotventil mit einer mechanischen Handbedienung geschaltet werden. Die patentierte magnetisch codierte Handbetätigung erlaubt die Schaltung des Hauptantriebs von außen bei komplett geschlossenem Gerät – dabei bleibt auch bei Wartungsarbeiten am Prozessventil der volle IP-Schutz bestehen.

Neben der elektrischen Rückmeldung zur Steuerungsebene signalisiert eine weithin sichtbare, farbig leuchtende Statusanzeige die jeweilige Schaltstellung des Prozessventils. Darüber hinaus werden Diagnosefunktionen wie Wartungsbedarf oder Fehlerzustände ebenfalls optisch angezeigt und können im Detail über eine Serviceschnittstelle ausgelesen werden.