Neues SKF Lager für extreme Temperaturen

Fettschmierung überflüssig!

14. Juni 2013

SKF hat neue Lager für extreme Temperaturen entwickelt. Darin steckt ein innovativer Graphitkäfig, der bis zu einer Temperatur von 350 Grad Celsius für die Schmierung sorgt. Weil eine Nachschmierung nicht erforderlich ist, stellen diese speziellen Lager eine Lösung für die Metallindustrie dar: Anwender in dieser Branche profitieren von geringeren Wartungskosten und einer höheren Zuverlässigkeit. Durch den Austausch von konventionellen, mit Fett geschmierten Lagern gegen die neuen Lager für extreme Temperaturen lässt sich außerdem die Produktqualität erhöhen. Die neuen Lager sind Teil des SKF BeyondZero Produktportfolios.

„SKF Lager für extreme Temperaturen sind für den Einsatz in langsam drehenden Anwendungen in heißen und trockenen Umgebungen konzipiert. Bei Temperaturen über 250 Grad Celsius fallen fettgeschmierte Lager oft aus, da auch Spezialfette oberhalb dieses Temperaturbereichs nicht mehr adäquat schmieren können. Anders die neuen SKF Lager für extreme Temperaturen: Die können auch bei Temperaturen von bis zu 350 Grad Celsius betrieben werden und müssen nicht nachgeschmiert werden. Dadurch sinken die Kosten für die Instandhaltung bzw. Wartung der Anlage.

Die ersten Erfahrungen aus praktischen Feldtests zeigen, dass die neuen Lager in Hochtemperaturanwendungen eine gute Gebrauchsdauer erreichen. Ein Beispiel: Im Kühlbett eines Walzwerkes ließ sich die Lagergebrauchsdauer um das Dreifache erhöhen. Hinzu kommt, dass ein einziges Lager dieser Art in einer derartigen Anwendung bis zu 4,6 Kilogramm Kohlenstoffdioxid und 1,5 Kilogramm Schmierfett pro Jahr sparen hilft. In einem Kühlbett mit 5.000 Lagern lassen sich demzufolge 7,5 Tonnen Schmierfett und 23 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr einsparen. Dies entspricht einer 82-prozentigen Reduzierung der Umweltbelastung im Vergleich zu fettgeschmierten Rillenkugellagern. Diese Berechnungen basieren sowohl auf der Einsparung bei den Lagern als auch beim Schmierfett.