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Schwerpunkt Lineartechnik

Aktuatoren – Thomson erweitert seine Produktreihe der Electrak-HD-Linearaktuatoren auf Lasten bis 16 Kilonewton. Das soll Vorteile bei Steuerung, Systemkosten und Wartung bieten sowie bisher nicht mögliche Hublängen und Lebensdauern.

14. März 2018

Hohe Traglasten sind für Konstrukteure oft entscheidenden. Darum hat Thomson die Leistungsfähigkeit seiner elektromechanischen Linearaktuatoren der Electrak-HD-Produktreihe auf Lasten bis zu 16 Kilonewton ausgebaut. »Anwender von Hydraulikzylindern stellen immer häufiger ihre wartungsintensiven und unzureichend steuerbaren Systeme auf wartungsarme, elektromechanische Technologie mit integrierter Elektronik um«, erklärt Håkan Persson, Product Line Director Thomson Aktuatoren. »Durch die Erweiterung unseres Electrak HD bieten wir diesen Kunden eine saubere, kompakte und smarte elektromechanische Alternative für hydraulische Betätigungselemente in Anwendungen praktisch jeder Größe. Und außerdem bieten die neuen Modelle die größten Hublängen bis zu 500 Millimeter und die höchste Laufleistung elektromechanischer Aktorik.«

Hydrauliksysteme erfordern eine Kombination aus Komponenten wie Motor, Pumpe, Fluidbehälter und Schläuchen sowie den Zylindern selbst. Jede gewünschte Steuerungsfähigkeit, sei es eine Positionsrückführung oder dynamisches Bremsen, erfordert weitere Ausrüstungskomponenten. Die Tatsache, dass Hydrauliksysteme anfällig gegen Undichtigkeiten sind, bedeutet zudem zusätzliche Betriebs- und Wartungskosten.

Demgegenüber realisieren smarte elektromechanische Aktuatoren sämtliche Bedienungs- und Steuerungsfunktionen über ihre integrierte »Bordelektronik«, sodass Platzbedarf, Montageaufwand und Wartungskosten in erheblichem Maße sinken. Die Electrak-HD-Aktuatoren werden einfach an eine Stromquelle sowie eine SPS oder andere Steuerungskomponente angeschlossen und bringen nun auch den Anwendungen mit hohen Lasten die Vorteile der eingebauten Elektronik, beispielsweise in Bau-, Agrar- und Materialumschlagmaschinen oder in der Fertigungsautomatisierung.

Die Mindest-Einschaltdauer von 25 Prozent ist laut Thomson der höchste Wert der Branche und garantiert maximale Betriebskontinuität bei minimaler Stromaufnahme. Für die neue maximale Tragzahl lässt sich eine Geschwindigkeit von mindestens fünf Millimetern pro Sekunde erreichen.

Weniger Kosten erreichen

Mit einer erweiterten Funktionalität dank des eingebauten Electrak Modular Control Systems (EMCS) und dessen optionaler Leistungsmerkmale bietet der Electrak HD eine besonders einfache Möglichkeit der Steuerung und Überwachung. Auf diese Weise verringern sich die Betriebskosten, der benötigte Einbauplatz sowie der Einrichtungs- und Montageaufwand. Die optionale, einsatzfertige J1939-CAN-Bus-Kommunikation erlaubt eine effiziente Steuerung und Überwachung der Verstellbewegungen, während Optionen wie Niederstromschalten, Endlagen-Ausgangssignale, wahlweise analoge oder digitale Positionsrückmeldungen sowie eine anpassbare Steuerungsschnittstelle für zusätzliche Vielseitigkeit sorgen sollen.

Für Langlebigkeit im Schwerlastbetrieb sind die Aktuatoren in IP69K und IP67 statisch beziehungsweise IP66 dynamisch ausgelegt. Selbst bei hohen Lasten arbeiten die Aktuatoren in Temperaturen von -40 bis 85 Grad Celsius, widerstehen 500 Stunden Salzsprühnebel und sind konform gemäß CE, RoHS sowie REACH.

Auch die Ausführungen mit 16 Kilonewton Traglast umfassen die bewährten Electrac-Funktionen wie Handhilfsbetätigung, verdrehgeschützte Kolbenstange, integrierter Thermo-Überlastschutz, Sicherheitsfangmutter bei Kugelmutterdefekt, hochwertiger Kugelgewindetrieb sowie flexible Gabelkopf-Optionen vorne und hinten. Sie erfüllen darüber hinaus die Anforderungen der Thomson-Testpläne, damit die optimale Leistungsfähigkeit unabhängig von der Schwere der Einsatzbedingungen erfüllt ist. mk

Erschienen in Ausgabe: 02/2018