Noch effizienter

Steuerungstechnik

Programmieren – Jetter bietet mit der neuen Version der eigenen Programmiersprache Jetsym STX vor allem Anwendern im Motion-Bereich neue Funktionen für den Betrieb mehrerer Achsen und eine schnelle Inbetriebnahme.

30. März 2012

In der Programmierung zeigt sich die Qualität einer Steuerungsanwendung, darum kommt ihr eine große Bedeutung zu. Ein Kernelement ist dabei die verwendete Sprache. Ist sie leicht zu erlernen, lässt sie sich einfach anwenden, ist sie flexibel? Jetter aus Ludwigsburg hat eine eigene Programmiersprache entwickelt, um all diese Anforderungen sicherzustellen.

Seit mehr als zehn Jahren bietet der Automatisierungsspezialist Anwendern aus der Automatisierung ein Tool, mit dem sich Steuerungsanwendungen komfortabel und in Klartext programmieren lassen: Jetsym mit der Klartext-Hochsprache Jetsym STX. Die aktuelle Version 4.4 enthält eine Reihe von Neuerungen, die Programmierung und Inbetriebnahme noch effizienter machen. Die wichtigsten Änderungen betreffen Setup und Programmierung von Servoantrieben mit Motion API (Application Programming Interface) in Jetsym STX. Damit lassen sich zum Beispiel mehrere Achsen in Listen zusammenfassen.

Der Aufruf einzelner Achsen geschieht über einen Pointer. Damit sind Programme kompakter zu gestalten, da der Anwender eine Routine, die mehreren Programmen gemeinsam ist – wie zum Beispiel die Initialisierung –, nur einmal schreiben muss. Der Antrieb darin wird nur über den Pointer adressiert. Zudem ist es möglich, Achsadressen in Funktionen oder Objekten zu verwenden. Mit Motion API besteht für den Programmierer kein Unterschied mehr, ob die Achse am Systembus oder ans Ethernet angeschlossen ist.

Gut zu bedienen

Jetter hat den Motion Setup komplett überarbeitet, er kann jetzt auch Einzelachsen überwachen. Besonderes Augenmerk legte das Unternehmen dabei auf die Bedienbarkeit. Eingabewerte außerhalb des vorgesehenen Wertebereichs werden rot dargestellt. Bei der Motorauswahl zeigt das System an, ob für den gewählten Motor unterschiedliche Parametersätze zur Anwendung kommen. Dies geschieht in Abhängigkeit von der Zwischenkreisspannung, mit der er betrieben wird. Auf den Motion-Setup-Seiten wird der Benutzer durch eine grafische Darstellung des Verfahrbereichs und ein einfaches Mini-Oszilloskop unterstützt.

Im Oszilloskop lassen sich in der neuen Version jetzt bis zu 32 Kanäle darstellen. Weitere Neuerungen betreffen den Programmeditor, das Anzeigen von Variablen im Setup-Fenster und die Bibliotheksverwaltung. Ein neuer Autotext in der Hochsprache bietet dem Anwender eine Reihe von bereits vorgefertigten Befehlen, bei denen er nur noch die Variablennamen einsetzen muss. Damit lassen sich bereits bei der Codeerstellung des Programms typische Syntaxfehler vermeiden. Es ist auch möglich, selbst Befehlssätze anlegen.

Auf einen Blick

-Klartext-Programmierhochsprache.

-Schnelle Einarbeitung.

-Verkürzung der Zeiten für Programmierung und Inbetriebnahme, Oszilloskop an Bord.

-Mehr Funktionalität, vor allem für Servoantriebe.

-Schnittstellenfreier Zugriff.

-Download auf Jetter- Homepage, lizenzfrei zu testen und anzuwenden bis zu einem kompilierten Programmcode von vier Kilobyte.

Erschienen in Ausgabe: 02/2012