Noch mehr 3D-Druck

Autodesk akquiriert deutschen Hersteller von Designsoftware für 3D-Druck.

12. Oktober 2015

Autodesk übernimmt Netfabb, einen Anbieter von Software für 3D-Druck mit Sitz in Lupburg in der Oberpfalz. Die Software hat eine Vielzahl von Funktionen zur Vorbereitung und Durchführung von 3D-Drucken. Autodesk ist seit einiger Zeit auf dem Gebiet 3D-Druck aktiv. So hat das Unternehmen im Februar 2015 mit dem Drucker Ember erstmals eigene Hardware vorgestellt und bald darauf als Open Source die Baupläne offengelegt. Autodesk bietet mit Spark eine 3D-Druck-taugliche Software an und war an der Entwicklung entsprechender Funktionen für Windows 10 beteiligt (wie bereits hier zu lesen war). Außerdem investiert Autodesk in die Additive Manufacturing Group (FIT), die Mutterfirma von Netfabb. Dieses Unternehmen bietet additive Auftragsfertigung und klassischen Modell- und Formenbau an.

Zu den Funktionen der Software von Netfabb zählen automatische und manuelle Reparatur, Modifikation von Netzen, Verbesserung der Qualität von Oberflächen, Berechnung von Volumina und anderen Maßen für die Preiskalkulation sowie automatische Generierung von Berichten für Rechnungen, Verwaltung und Qualitätskontrolle. Netfabb unterstützt unter anderem die Formate STL und 3DS (Autodesk 3D Modeling). Mit zusätzlichen Add-ons kann es die wichtigsten CAD-Formate importieren, etwa Creo/ProE, Catia V4 bis V6, NX, SolidWorks, Solid Edge und Inventor. Die »Slice«-Formate der wichtigsten Gerätehersteller wie 3D Systems, Stratasys und EOS kann die Software sowohl im- als auch exportieren. Nach Angabe von Netfabb hat die Software über 80.000 Anwender.

»Autodesk war schon immer beeindruckt von FITs Erfolgen bei der Entwicklung leistungsstarker Lösungen, mit denen sich die Herausforderungen der industriellen Produktion bewältigen lassen«, sagt Samir Hanna, Autodesks Vizepräsident und General Manager für Endkundenprodukte und 3D-Druck, und ergänz »Zusammen werden wir 3D-Druck weiterentwickeln über die Herstellung von Prototypen und Kunststoffteilen hinaus, um zuverlässig robuste Teile für industrielle Nutzung zu erzeugen.«