Werkstoffuntersuchungen gehören zu den Spezialgebieten, die Nordmetall aus Neukirchen anbietet. Daneben arbeitet das mittelständische Unternehmen in Forschungs- und Entwicklungsprojekten an Technologien zur Fertigung von Bauteilen aus hochfesten Stählen. »Wir haben viele Kundenprojekte, in denen es um Bauteile aus hochfesten Stählen geht«, erzählt Dr. Norman Herzig, Geschäftsführer bei Nordmetall. »Auftragsschweißen ist hier eine verbreitete Fertigungsmethode. Mit der neuen Arc 403 können wir dies nun automatisiert realisieren, statt wie bisher auf Handarbeit zu setzen.«

Unkomplizierter 3D-Druck mittels 3DMP

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Die Arc 403 arbeitet mit dem 3DMP-Verfahren. Dieses inzwischen zum Industriestandard in der additiven Fertigung avancierte Verfahren basiert auf erprobter Lichtbogenschweißtechnologie mit Draht als Ausgangsmaterial. Die Vorteile: Es ist einfacher im Handling und schneller als 3D-Druck-Verfahren auf Pulverbasis. Zudem ist Draht für die meisten Standardwerkstoffe zu deutlich niedrigeren Preisen erhältlich. Die Arc 403, die zukünftig bei Nordmetall zum Einsatz kommen wird, ermöglicht die Drei-achsige Fertigung von metallischen Bauteilen mit einer maximalen Masse von 800 Kilogramm.

Bei den Forschungsprojekten, die Nordmetall für Kunden umsetzt, muss in der Regel artgleiches Material für den 3D-Druck verwendet werden. Das heißt, die Trägerplatte und der Schweißdraht sind aus der gleichen Stahlsorte. Eine Anforderung, die mit der neuen Arc 403 problemlos umzusetzen ist. Im 3DMP-Verfahren sieht der Nordmetall-Geschäftsführer eine wichtige Technologie für die Zukunft: »Diese additive Fertigungsmethode hat unserer Meinung nach ein hohes Potenzial, bei der Herstellung von Bauteilen aus hochfesten Stählen den Zeitbedarf in der Fertigung und gleichzeitig die Kosten zu senken.«