Nur reinste Rohstoffe

Schläuche - So vielfältig wie unsere Nahrungsmittel selbst, so umfangreich sind auch die Anforderungen an Hygiene und chemische Beständigkeit bei den Lagerungs- und Transportbehältern von Lebensmitteln. Zum Einsatz kommen daher nur streng geprüfte Materialien.

31. Mai 2006

Verbraucherfreundliche Material- und Rohstoffforschung steht bei Masterflex seit fast 20 Jahren ganz oben auf der Prioritätenliste. Mit dem neuen lebensmittelkonformen Gießelastomer steigen die Schlauchspezialisten aus dem Ruhrgebiet jetzt verstärkt in die Foodbranche ein. Als Gießelastomerprodukte werden Halbzeuge oder Fertigteile bezeichnet, die durch flüssige Kunststoffkomponenten hergestellt werden. Im Speziellen handelt es sich in diesem Fall um gegossene Polyurethan-Fertigteile.

Hergestellt wird das Produkt durch Abfüllen eines reaktiven Gemisches in eine Negativform. In dieser Form verbleibt das Gemisch bis zum Ende der Reaktionsphase. Anschließend wird das Formteil bis zur vollständigen Aushärtung entweder in einem Temperofen oder unter Raumbedingungen gelagert. Polyurethan als Gießelastomerprodukt bietet hervorragende Möglichkeiten zur Kleinserienfertigung von Formteilen. Die benötigten Formen sind einfach und kostengünstig herzustellen. Der Werkstoff für die Gießform ist frei wählbar. Von Kunststoff über Aluminium bis hin zu Stahlformen kann alles eingesetzt werden. Das Gießelastomer wird hergestellt durch die intensive Vermischung von Polyol mit Isocyanat im richtigen Mischungsverhältnis. Dabei ist für die Lebensmittelkonformität das richtige Mischungsverhältnis ebenso wichtig, wie die verwendeten Rohstoffe. Im Falle der Masterflex-Produkte wurden die verwendeten Rohstoffe nach EG-Richtlinie 2002/72/EG untersucht und auch zugelassen.

Reinheit bringt Hygiene

Einsatz finden die aus diesen Rohstoffen hergestellten Fertigteile im Bereich von Anschlussarmaturen für Polyurethanschläuche. Das Besondere an diesem System ist vor allem die durchgehende Materialreinheit. Es werden als Kunststoffbestandteile nur Polyurethane verwendet. Die lebensmitteltauglichen Polyurethanarmaturen sind für den Einsatz von trockenen, wässrigen, sauren, fetthaltigen und alkoholhaltigen (<10 Vol. % Alkohol) Fördermedien geeignet. Die Entwicklung eines Gießelastomers und vor allem die Entwicklung von speziellen Granulaten haben letztendlich den Durchbruch bei diesen Produkten gebracht. Den Gelsenkirchener Kunststoffspezialisten liegen, im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern, Zertifikate sowohl für die Einzelprodukte als auch für den Systemschlauch für die Eignung im direkten Lebensmittelkontakt vor. War es bislang nicht möglich, eine Schlaucharmatur aus Kunststoff flüssigkeitsdicht mit dem PU-Schlauch zu verbinden, so bietet die Masterflex AG genau diese Möglichkeit jetzt durch einen kantenfreien Verguss. Hierbei wird durch ein spezielles Formteilgießverfahren die Armatur direkt an den Schlauch anreagiert. Die dadurch entstehende Schlauch-Armatur-Verbindung ist totraumfrei und dabei noch absolut gas-, staub- und flüssigkeitsdicht. Da bei diesem Verfahren nur lebensmitteltaugliche Rohstoffe verwendet werden, ist das Gesamtprodukt damit für den Lebensmittelbereich unbedenklich. Für spezielle Anwendungen bietet der Hersteller die Möglichkeit, spezielle Armaturen aus Edelstahl in einem ebenfalls neuen Verfahren mit einem PU-Schlauch zu verbinden. Die dabei realisierte Verbindung ist ebenfalls sowohl totraumfrei als auch gas-, staub- und flüssigkeitsdicht.

Jürgen Berling, Masterflex AG

FAKTEN

- Die Master-PO-Food-Schläuche sind aus speziellen, lebensmittelechten polyolefinischen Material, mit fest eingegossener VA-Edelstahlspirale.

- Die Schläuche sind geruchs- und geschmacksneutral, Temperaturbeständig bis +80 °C sowie frei von gefährlichen Weichmachern.

- Materialien entsprechen 2002/72/EG.

Erschienen in Ausgabe: 04/2006