Nutzerorganisation für offene IoT-Plattform gegründet

Gemeinsam mit 18 Partnerunternehmen gründet die Siemens AG die weltweite Anwenderorganisation Mind Sphere World für das cloud-basierte, offene IoT-Betriebssystem Mind Sphere. Ziel ist es, das sogenannte Ökosystem weltweit auszubauen. Zudem soll der Verein die einzelnen Mitglieder bei der Entwicklung und Optimierung von IoT-Lösungen unterstützen.

30. Januar 2018

„Die Gründung von Mind Sphere World ist ein weiterer wichtiger Schritt, um die weltweite Verbreitung des Ökosystems rund um Mind Sphere als offene IoT-Plattform zu fördern. Das breite Know-how und Angebot aller Partner eröffnet Anwendern weltweit völlig neue Potenziale in der Digitalisierung“, sagte Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands von Siemens.

Jan Mrosik, Vorstandsvorsitzender der Anwenderorganisation und CEO der Division Digital Factory, sagte: „Wir wollen mit einer Community von Industrie- und IT-Unternehmen jeder Größe und Branche sowie Start-Ups weltweit ein Ökosystem basierend auf unserer offenen IoT-Plattform etablieren und vorantreiben. Zu diesem Zweck schließen sich die Vereinsmitglieder zusammen – zunächst in Deutschland und im nächsten Schritt auch auf internationaler Ebene.“ Die Mitglieder des Vereins befassen sich in Ausschüssen unter anderem mit Themen wie den Anforderungen der Industrie an die Plattform, Ideen zur Datengovernance sowie der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins.

Stimmen zur Mind Sphere World

„Die offene Struktur hat für uns als Anwender zahlreiche Vorteile, insbesondere durch die herstellerunabhängige Anbindung von Maschinen und Anlagen und bei der Entwicklung von Apps. Im Rahmen der Anwenderorganisation können wir nun außerdem mit anderen Nutzern daru?ber diskutieren, wie disruptive Technologien die Wirtschaft im Allgemeinen verändern und welche Geschäftspotenziale für IoT-basierte Lösungen sich daraus ergeben könnten“, sagte Bruno Geiger, Mitglied des Vorstands von Mind Sphere World und COO/CTO von Eisenmann.

„Für den Aufbau eines weltweiten Ökosystems spielt die Entwicklung von Standards eine entscheidende Rolle. Daher werden die Mitglieder gemeinsam Empfehlungen für Standards für Anwendungen erarbeiten. Zudem werden wir Lösungsvorschläge erstellen, um die Interoperabilität zwischen verschiedenen Lösungen zu ermöglichen“, sagte Andreas Oroszi, Mitglied des Vorstands der Anwenderorganisation und Senior Vice President Digital Business von Festo.

„Als Nutzer stehen wir alle vor ähnlichen Herausforderungen: Dazu zählen die Daten Governance, also Zugang, Nutzung und Verwertung von Daten, oder auch die App-Architektur sowie die einheitliche Verwendung von Mind Sphere-Komponenten. Diese können wir fortan mitgestalten und unsere spezifischen Anforderungen an Mind Sphere einbringen“, sagte Michael Haag, Mitglied des Beirats der Anwenderorganisation und Senior Vice President R&D von Kuka.

Gründungsmitglieder der Anwenderorganisation

Zu den Gründungsmitgliedern der Anwenderorganisation gehören neben der Siemens AG die Unternehmen: ASM Assembly Systems GmbH & Co. KG, Chiron Group SE, Eisenmann SE, Festo AG & Co. KG, Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH, Grob-Werke GmbH & Co. KG, Heitec AG, Index-Werke GmbH & Co. KG, J. Schmalz GmbH, Kampf Schneid- und Wickeltechnik GmbH & Co. KG, Kolbus GmbH & Co. KG, Kuka Aktiengesellschaft, FFG Europe & Americas (MAG IAS GmbH), Nordischer Maschinenbau Rud. Baader GmbH + Co. KG, Rittal GmbH & Co. KG, Sick AG, Trumpf Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG, Michael Weinig AG.

Neue Entwicklungs- und Arbeitsumgebung in Berlin

Die Gründungsveranstaltung der der Anwenderorganisation fand im neu eröffneten „Mind Sphere Open Space“, einer innovativen Entwicklungs- und Arbeitsumgebung, statt. Die Umgebung ist Teil der neuen Dependance der Factory Berlin. Auf über 13.000 Quadratmetern Bürofläche bringt die von der Bundesregierung, Siemens und weiteren Unternehmen geförderte Factory Berlin etablierte Technologieunternehmen mit Entwicklern und Startups zusammen. Inhaltlicher Schwerpunkt des neuen Startup-Campus ist das Internet of Things. Die Entwicklungs- und Arbeitsumgebung schafft somit im Zeitalter der Digitalisierung optimale Voraussetzungen für die Mitglieder der Organisation und andere Anwender wie Startups, die Entwicklung von Apps und digitalen Services sowie die Erschließung neuer Märkte voranzutreiben. eit