Ob nah oder fern

Contrinex setzt für die hochgenaue Distanzbestimmung im Nahbereich auf das Lasertriangulationsverfahren, während der Anbieter bei großen Abständen der Laufzeitbestimmung des Lichts den Vorzug gibt.

01. September 2017

Photoelektrische Distanzsensoren messen berührungslos und eignen sich dadurch für viele Einsatzbereiche. Je nach Messdistanz haben sich unterschiedliche Arbeitsprinzipien bewährt. Auf Basis dieser Messprinzipien arbeiten die neuen, hochpräzisen Sensoren DTL-C23 für den Nahbereich und DTL-C55 für größere Distanzen.

Beide Sensortypen messen Entfernungen weitgehend unabhängig von der Farbe und Oberflächenbeschaffenheit des Messobjektes mit hoher Wiederholgenauigkeit. Die erfassten Distanzen können jeweils über einen einstellbaren Analogausgang ausgegeben werden und es lässt sich per Teach-in ein Schaltfenster für einen Digitalausgang einstellen. Die Sensoren arbeiten bei einer Umgebungstemperatur von -20 bis +60 Grad Celsius und sind dank Schutzart IP67/IP69K extrem wasserstrahlfest. DTL-C55-Sensoren sind nach Ecolab zertifiziert, höchst beständig gegen industrielle Reinigungsmittel und somit für hygienische Bereiche prädestiniert.

Der Distanzsensor DTL-C23 arbeitet nach dem Prinzip der Lasertriangulation und misst je nach Ausführung Distanzen von 20 bis 100 Millimeter bei einer Auflösung von 0,12 Millimetern und einer Linearität von ± 0,25 Millimetern. Bei einem Messpunktdurchmesser von nur 1,5 Millimeter beträgt die Wiederholgenauigkeit weniger als 0,25 Millimeterauf eine Distanz von 80 Millimetern.

Ein typischer Einsatzfall ist die Messung der Rollendicke aufgewickelter Materialien. Die Anfangs- und Enddicke lässt sich im Analogbereich leicht auf die 1 bis 10 Volt Ausgangsspannung einstellen, um beste Auflösungswerte zu bekommen. Auch für die Kontrolle von Position, Höhe, Dicke oder zur Erkennung kleiner Teile ist der kompakte Sensor geeignet.

Der neue Distanzsensor DTL-C55 nutzt das Prinzip der Laufzeitbestimmung des Lichts und misst so große Distanzen bis 5.000 Millimetern. In der IO-Link Ausführung werden Messungen an das Steuersystem direkt als Millimeterwerte in digitaler Form weitergegeben, ein zusätzlicher Analog-Digital-Wandler entfällt ebenso wie ein Signalabfall bei langen Leitungen.

Das IO-Link Smart-Sensor-Profil erleichtert das Handling und minimiert den Integrationsaufwand. Zudem unterstützt das Profil die Ersteinrichtung des Sensors durch anwenderfreundliche Standardparameter und Teach-Funktionen. Bereits in der Steuerung vorhandene Parameter werden dem neu eingesetzten Sensor per Bus überspielt.

IO-Link sorgt zudem ohne Mehrkosten für umfangreiche Diagnosemöglichkeiten und Zusatzinformationen wie Betriebsstunden, Signalqualität oder Anzahl der Schaltvorgänge. Mit zwei virtuellen Schaltpunkten, die per Teach-in oder direktes Parametereinschreiben einstellbar sind, eignet sich der Sensor besonders für den Einsatz in der mobilen Logistik, etwa an Gabelstaplern. Dank großem Erfassungsbereich erkennt er zuverlässig Waren im Regal beziehungsweise bestimmt die Größe der Freifläche davor, um den Lagerraum mit einem weiteren Packstück optimal nutzen zu können.