Online mit CAD konstruieren

Elektrozylinder - Zeit sparen können Konstrukteure, wenn sie viele Komponenten aus einer Hand beziehen - ohne Abstimmungszeiten und Reibungsverluste zwischen unterschiedlichen Anbietern. Eine weitere Variante eröffnet die Online-Recherche von 3D-Produktdaten.

10. September 2007

Die Konstruktion verzögert sich oft durch nachträgliche Änderungen und Anpassungen oder durch mangelhaftes Zusammenspiel von Komponenten. Bei Komponenten eines Herstellers sind die einzelnen Aktoren, Steuerungen oder Rechnerknoten meist aufeinander abgestimmt. Sollte trotzdem etwas nicht harmonieren, gibt es einen eindeutigen Ansprechpartner, ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Aktuelle Datengrundlage für CAD

Da CAD-Programme nur so gut sein können wie die Datengrundlage, auf der sie aufbauen, steckt auch hier Zeitsparpotenzial. Moderne Internettechnik ermöglicht nun die Online-Datenabfrage für den Konstrukteur. Die Datengrundlage ist aktuell und schnell bereitgestellt, auch bei nachträglichen Änderungswünschen.

Um dem Produktanwender die Arbeit zu erleichtern, bietet der Automatisierungsspezialist Parker Hannifin schon seit Langem eine umfangreiche, aufeinander abgestimmte Produktpalette an. Neben Elektrozylindern mit Spindel oder Zahnriemenantrieb gehören dazu die passenden Kabel, Umrichter und Steuerungen. Ein umfangreicher Support unterstützt den Kunden bei Auswahl und Problemlösung. Durch das Baukastensystem bietet das Programm mehr Möglichkeiten als die Summe der Einzelteile vermuten lässt. Kombinationen von (Standard-)Aktoren eröffnen universelle Lösungen für praktisch jeden Anwendungsfall. Statt teurer Einzellösungen kann der Anwender so für seinen speziellen Einsatzbereich die exakt passenden Komponenten zusammenstellen. Hauptvorteile sind dabei schneller Lieferservice ab Lager und preiswerte Technik. Auch später, bei eventueller Ersatzteilbeschaffung, bewährt sich das Baukasten-Kombinationsmodell. Statt teure Sonderausführungen mit langen Lieferzeiten, reicht ein schneller Abruf gängiger Standardprodukte. Um geschickt kombinieren zu können, kann der Konstrukteur auf aktuelle CAD-taugliche Daten der Einzelteile zurückgreifen. Bisheriger Stand der Technik bei der Konstruktion war immer, dass der Konstrukteur aktuelle Daten der gewünschten Bauteile beim Hersteller anfragte. Der Hersteller wiederum verschickte die gewünschten Datensätze wegen Datenmenge meist per CD. Der Zeit- und Arbeitsaufwand für diese Vorgehensweise ist enorm. Nicht nur die Postlaufzeiten sind zu berücksichtigen, auch der Personaleinsatz bei Anwender und Hersteller. Aus diesem Grund hat Parker nun bei der Recherche von Produktdaten Neuland beschritten. Alle Ressourcen optimal nutzen ermöglicht heute auch eine effektive Informationsversorgung der Kunden. Statt Daten intern zu speichern und bei Bedarf auf CD zu brennen, können nun die Anwender auf die gewünschten Daten direkt beim Hersteller zugreifen. Eine einfache Zuordnung über die Bestellnummer erleichtert die Auswahl.

Mehr Zeit für Datenpflege

Statt wie bisher 40 bis 60 Anfragen im Monat zu bearbeiten, kann die eingesparte Zeit zur Datenpflege genutzt werden. Kunde wie Lieferant profitieren gleichermaßen. Um sicherzustellen, dass der CAD-Download möglichst universell genutzt werden kann, steht der Parker ›eConfigurator‹ zur Verfügung. Mit dessen Oberfläche lassen sich Komponenten leicht konfigurieren und herunterladen. Die jeweiligen Optionen sind über Pull-down-Menüs sehr leicht auszuwählen und kundenspezifisch zusammenzustellen. Die Auswahl läuft nach dem gleichen Schema wie die Zusammenstellung des Artikel-Bestellcodes. Unter www.parker-eme.com können ab Herbst 2007 die Komponenten der Baureihen Elektrozylinder ›ET‹ und der Zahnriemen-Linearachsen ›HPLA‹ kostenlos heruntergeladen werden.Alle Konstruktionsprogramme sind nur so gut wie die Daten, auf denen sie aufbauen. Deshalb enthält die Datenbank sowohl statische wie auch dynamische Daten. Abmaße, Hub, Kraft u.?v.?m können eingebunden werden. Dank Unterstützung sämtlicher Standardschnittstellen und CAD-Formate lassen sich die Dateien in den unterschiedlichsten Formaten abrufen.

Für gängige CAD-Formate geeignet

So stehen u.?a. zur Verfügung: Step AP203, Step-AP214, International Standard, Step AP214, Draft International, ACIS SAT 6 und 7 Autodesk Inventor 11/Part Assembly. Damit können sämtliche von Parker erstellten Geometrien problemlos in die gängigen 3D-CAD-Systeme wie ProEngeneer, Autodesk Inventor, SolidWorks, SolidEdge oder CATIA eingelesen werden. Für eine CAD-unabhängige Visualisierung der Komponenten steht zusätzlich noch das DWF-Format für den Autodesk DWF-Viewer bereit. So kann der Vertriebsmitarbeiter das gewünschte Produkt dem Kunden ebenfalls visuell präsentieren.

Rita Simak, Parker Hannifin/ps

Fakten:

- Internettechnik ermöglicht die aktuelle Online-Datenabfrage für den Konstrukteur.

- Nachträgliche Änderungswünsche des Auftraggebers lassen sich schnell einfügen.

- Die Datenbank von Parker Hannifin ermöglicht sowohl statische wie auch dynamische Konstruktionsdaten.

Erschienen in Ausgabe: 06/2007