Open-Air-Feeling unter einem faltbaren Dach

Die Festungsarena Kufstein hat sich in den letzten Jahren als Veranstaltungs-Hotspot in Tirol/Österreich etabliert. Da das Wetter in den österreichischen Alpen immer wechselhaft ist, wurde eine Dachlösung gesucht, die das ursprüngliche Open-Air-Feeling der Arena nicht einschränkt. Die Lösung: Sefar Architecture Tenara Gewebe.

13. April 2011

Veranstaltungen unter freiem Himmel bergen immer ein gewisses Risiko – vor allem in den österreichischen Alpen. Absagen sind nicht nur teuer, sie verärgern auch die Gäste, die man langfristig an die Veranstaltungs-Location binden will. Eine Überdachung für die historische Festungsarena Kufstein war die einzige Lösung. Die scheinbar gegensätzliche Anforderung lautete: Das Dach sollte das Open-Air-Feeling der Arena nicht beeinträchtigen. Kugel + Rein, Architekten und Ingenieure, Stuttgart, wurden daraufhin bei der Sefar AG, Heiden (CH), fündig.

Design, Akustik und Licht

Das Arena-Dach wurde als kreisförmige „Blume“ konzipiert, die sich vom Zentrum des Areals her öffnen lässt und über die Veranstaltungsfläche legt. Insgesamt wurden mehr als 2.000 m2 lichtdurchlässige, weiße Membrane verbaut, die – neben dem erforderlichen Witterungsschutz – auch eine Reihe veranstaltungstechnischer Zusatznutzen bietet. Sefar Architecture Tenara Gewebe punktet dabei insbesondere als hochfunktionelle Akustikdecke, was speziell bei Konzertveranstaltungen ein äußerst wichtiger Faktor ist. Das Gewebe sorgt für einen harmonischen Ausgleich zwischen Klangkörper und Freiluft. Darüber hinaus wird das Dach als zusätzliche Projektionsfläche für Lichteffekte genutzt, was in neuer Außergewöhnlichkeit zu spektakulären Arena-Erlebnissen führt.

52 Meter Durchmesser

Die Konstruktion des Membrandachs der Festungsarena Kufstein sorgt architektonisch für Aufsehen. Das Tragwerk gleicht einem liegenden Speichenrad mit rund 52 Metern Durchmesser, bestehend aus 15 gleichen Dreiecks-Segmenten. Das Speichenrad ist ein effizientes, in sich geschlossenes, hoch vorgespanntes Tragesystem, das in der Praxis mit überraschend kurzen Bereitstellungszeiten punktet. In nur vier Minuten lässt sich das Dach aus Sefar Architecture Tenara Gewebe elektrisch öffnen oder schließen, wobei, bis auf die einwirkenden Windkräfte, nur Vertikalkräfte in den Baugrund eingeleitet werden müssen.

Freiluft unter Dach

Witterungsschutz, Akustikdecke und Projektionsfläche – dazu kommt, dass das Sefar Architecture Tenara Gewebe dank der 40%igen Lichttransmission und der rundum offenen Bauweise das authentische Freiluft-Feeling erhält. Extremer Sonnenschein, Regen oder überraschende Witterungswechsel sind heute kein Grund mehr, langfristig geplante Events zu verschieben oder abzusagen. Gleichzeitig erfüllt der textile Werkstoff in vollem Umfang die hohen denkmalpflegerischen Auflagen und fügt sich mit ästhetischer Modernität und gebotener Sensibilität in das historische Ensemble ein.