OpenSafety

Sicherheitsvorsprung bei Querverkehr

22. September 2010

OpenSafety, das erste busunabhängige Sicherheitsprotokoll für die Fertigungs- und Prozessindustrie, erreicht bei der Verwendung von querverkehrsfähigen Transportprotokollen deutlich höhere Reaktionsgeschwindigkeiten als Sicherheitsprotokolle, bei denen die Datenkommunikation zentral über einen Master läuft.

Weil openSafetyY ein reines Anwendungsprotokoll ist, hängt die Leistungsfähigkeit des SAFETY-Netzwerks vom unterlagerten, frei wählbaren Transportprotokoll ab. Zum Beispiel bestimmt das Transportprotokoll die verfügbare Bandbreite und die Zykluszeiten, aber auch funktionale Eigenschaften wie Hotplug-Fähigkeit oder die Datenkommunikation per Querverkehr. Querverkehr bedeutet, dass die Knoten in einem Netzwerk ohne Umweg über einen Master miteinander kommunizieren können, was für die Performance des sicherheits-gerichteten Systems eine entscheidende Rolle spielt: Da die Safety-Knoten ihre Signale direkt aneinander weitergeben können, ermöglicht Querverkehr in Gefahrensituationen eine optimale Reaktionsgeschwindigkeit. In einem Netzwerk ohne Querverkehr muss ein Safety-Knoten, der seine Daten an einen zweiten Safety-Knoten senden soll, die Daten zunächst an den Master schicken, der sie an den Safety-Master weiterleitet, von dort zurückerhält und sie nun erst an den zweiten Safety-Knoten sendet. Im Vergleich zum direkten Kommunikation mit Querverkehr vervierfacht sich so die Signallaufzeit – wertvolle Reaktionszeit geht verloren. Da der Nothalteweg einer Achse in quadratischer Funktion von der Fehlerreaktionszeit und der negativen Beschleunigung abhängt, verlängert sich demnach der Nothalteweg bei einer vervierfachten Signallaufzeit um das 16-fache.