Optimiert

Um den steigenden Anwenderwünschen nach hohen Durchsatzraten und Robustheit bei möglichst großer Positioniergenauigkeit Rechnung zu tragen, hat Physik Instrumente (PI) den bewährten Miniatur-Hexapod H-811 jetzt weiter verbessert.

27. Oktober 2017

Parallelkinematische Hexapoden bieten sechs Freiheitsgrade beim Positionieren auf kompaktem Raum und arbeiten dabei wesentlich präziser als das mit seriellen, also gestapelten Systemen möglich ist. Viele Anwendungen in Industrie und Forschung profitieren davon, zum Beispiel die Mikrofertigung, Medizintechnik, Kamerapositionierung für optische Kontrollen oder die Photonik.

Bei gleichem Bauraum positioniert der filigrane Hexapod in der neuen Ausführung H-811.I2 mit Geschwindigkeiten bis 20 Millimeter pro Sekunde und ist damit doppelt so schnell wie sein Vorgänger. Seine sechs Beine arbeiten mit einer Auflösung von fünf Nanometern. Dadurch wird eine hohe Wiederholgenauigkeit von ± 0,06 Mikrometern erreicht.

Der Hexapod deckt Stellwege bis 17 Millimeter in X- und Y-Achse bezeihungsweise ± 6,5 Millimeter in Z-Achse ab und weist zudem eine lange Lebensdauer von 20 Millionen Bewegungszyklen auf. Lasten bis fünf Kilogramm lassen sich hochpräzise, schnell und über lange Betriebszeiten positionieren. Auch vakuumkompatible Versionen sind erhältlich.

Treibende Kraft der Miniatur-Hexapoden sind bürstenlose DC-Motoren. Sie eignen sich besonders gut für hohe Drehzahlen, lassen sich sehr genau regeln und ermöglichen so die hohe Präzision. Durch den Verzicht auf Schleifkontakte sind sie außerdem laufruhig, verschleißarm und langlebig.

Die Ansteuerung der Hexapoden übernehmen PI-Controller. Mit ihnen lassen sich auch komplexe Bewegungsprofile komfortabel über kartesische Koordinaten kommandieren. Mit einer eventuell übergeordneten Steuerung kommunizieren die Hexapod-Controller zusätzlich über Ethercat.